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Richard Vogel vom Hofgut Dagobertshausen gewinnt beim CHIO in Aachen zum dritten Mal nacheinander den deutschen U25-Springpokal.

Schweizer Sieg im Preis von Europa

(sid). Kein deutscher Sieg im Preis von Europa, ein dennoch zufriedener Bundestrainer Otto Becker und ein erneuter Seitenhieb gegen den Modernen Fünfkampf - der erste Turniertag beim CHIO in Aachen bot großen Sport und große Worte. Das erste wichtige Springen unter Flutlicht gewann der Schweizer Max Kühner mit dem zehnjährigen Wallach Elektric Blue.

Der Weltranglisternerste Daniel Deußer (Wiesbaden) mit Bingo Ste Hernelle und der erst 20-jährige Philipp Schulze Topphoff (Havixbeck) mit Concordess landeten auf den Plätzen neun und zehn. Nur diese beiden hatten sich für den zweiten Umlauf der besten zwölf Reiter qualifiziert.

Noch weniger zu holen gab es für die übrigen deutschen Mannschaftsreiter. Maurice Tebbel (Emsbüren) landete mit Don Diarado auf Platz 22, Christian Ahlmann (Marl) reihte sich mit Solid Gold auf Rang 26 ein, Marcus Ehning (Borken) schaffte es nur auf Position 43 unter 48 Startern, und David Will (Marburg) wurde mit dem bereits 17-jährigen Quentucky Jolly Letzter.

Im Nationenpreis am Donnerstag (19.30 Uhr/WDR) traut Bundestrainer Otto Becker seinen Springreitern dennoch einiges zu. »Alles ist drin«, sagte der 52-Jährige. Bei der EM in Riesenbeck war Deutschland, wenn auch in anderer Besetzung, Zweiter geworden. In Aachen hatten die Gastgeber 2016, 2017 und 2018 einen Hattrick geschafft. In diesem Jahr bilden Deußer mit seinem Olympiapferd Killer Queen, Ahlmann mit Clintrexo, Ehning mit A La Carte, Tebbel mit Don Diarado und Will mit C Vier die deutsche Equipe in der Soers. Welche vier Reiter beim Nationenpreis am Donnerstag (ab 19.30 Uhr/WDR) letztlich starten, entscheidet der Bundestrainer kurzfristig.

Zum Auftakt des Turniertages am Mittwoch hatte Richard Vogel vom hessischen Hofgut Dagobertshausen zum dritten Mal nacheinander den deutschen U25-Springpokal gewonnen. Der 24-Jährige siegte auf Caramba vor seiner Lebensgefährtin Sophie Hinners mit der erst neunjährigen Hannoveraner Stute Grace.

Eine erneute Breitseite gab es in Aachen für den seit Olympia in der Kritik stehenden Modernen Fünfkampf. »Fünfkämpfer sind keine Reiter«, sagte Joachim Erbel, der neue Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN. Die FN sehe es als ihre Aufgabe an, in diesem Punkt Druck auszuüben. »Wir wollen, dass das Reiten aus dem Modernen Fünfkampf gestrichen wird«, sagte Erbel.

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