Bastian Schweinsteiger in einer Szene aus dem Dokumentarfilm "Schweinsteiger: Memories - Von Anfang bis Legende" von Til Schweiger. DPA
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Bastian Schweinsteiger in einer Szene aus dem Dokumentarfilm "Schweinsteiger: Memories - Von Anfang bis Legende" von Til Schweiger. DPA

Schweinsteiger kein Clooney

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(dpa). Fußball-Fans können sich auf einen Dokumentarfilm über die Karriere von Bastian Schweinsteiger freuen. "Schw31ns7eiger: Memories - Von Anfang bis Legende" lautet der Titel, in dem die Zahlen von Schweinsteigers Trikotnummern enthalten sind. Mit der 31 lief er für den FC Bayern München auf, im Nationalteam war es die 7. Im Nationalmannschaftstrikot feierte Schweinsteiger den Erfolg, der für ihn sechs Jahre später eine Lieblingserinnerung ist. Der von Til Schweiger, der im mittelhessischen Heuchelheim aufwuchs, produzierte Film ist vom 5. Juni an bei Amazon Prime Video zu sehen.

Der Film heißt "Memories - von Anfang bis Legende". Was löst es in einem aus, wenn man die ganzen Erinnerungen des Films noch einmal durchlebt?

Erinnerungen waren schon immer wichtig für mich. Sie lösen große Emotionen bei mir aus, und ich erinnere mich gerne an meine Vergangenheit zurück.

Was ist Ihre Lieblingserinnerung, wenn Sie zurückblicken?

Da gibt es mehrere, aber ich glaube, meine Lieblingserinnerung ist der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 2014, das war ein unglaubliches Gefühl.

Was verbindet Sie mit Til Schweiger?

Wir sind gute Freunde. Und wenn jemand einen Film über mich produzieren kann, dann ist es Til. Er ist ein toller Produzent.

Es heißt, dass Sie eine tränenreiche Situation vom Ende nicht so gerne im Film haben wollten. Was hat Sie daran gestört und warum wird die sehr bewegende Szene doch gezeigt?

Meine Privatsphäre ist mir sehr wichtig. Für mich ist es nicht leicht, eine Kamera nah an mich und meine Familie heranzulassen. Als ich beispielsweise bei meinem Abschied in Orlando in der Kabine Emotionen gezeigt habe, das war schon schwierig für mich. Ich denke, niemand sieht sich selbst gerne weinen. Ich habe dann mit Til hin- und hergeschrieben. Er hat mich überzeugt, dass das auch dazugehört. Und: Das Ergebnis ist ja wirklich gut geworden.

Uli Hoeneß hat 2003 nach einem Torjubel mit Haarband mal gesagt, Sie sollen Fußball spielen und kein Schauspieler sein. Jetzt sind Sie - wie auch Hoeneß - in einem Dokumentarfilm dabei. Welche weiteren Filmrollen können Sie sich vorstellen?

George Clooney ist mein Vorbild (lacht). Nein, mal im Ernst, ich denke ich bin nicht als Schauspieler geboren, und es bleibt bei der Film-Doku.

Welche Pläne verfolgen Sie ein knappes Jahr nach dem Karriereende?

Ich genieße die Zeit mit meiner Familie und zusätzlich begeistere ich mich momentan für meine neue Aufgabe als ARD-Sportexperte.

Im Film verrät Ihre Ehefrau auch, was der erste Satz war, den Sie ihr auf Deutsch beigebracht haben ("Nein Danke, ich bin glücklich verliebt"). Gab es da eine besondere Situation?

Nein, ich wollte sie nur auf eine solche Situation vorbereiten (lacht).

Von wem gab es das eindrucksvollste Feedback der Weggefährten, die im Film vorkommen - und wie lautete es?

Jogi Löw hat über die Film-Doku Folgendes gesagt: "Wahnsinn, Gänsehaut, Chapeau! Der Film zeigt Basti genauso wie er ist." Es freut mich natürlich sehr, das zu hören. Genau das war ja auch das Ziel, das wir mit der Doku verfolgt haben.

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