Marcel Schrötter
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Schrötter läuft die Zeit davon

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(sid). Das Coronavirus hat auch die Motorrad-WM fest im Griff. Der Saisonauftakt in Katar am Wochenende findet ohne die Königsklasse MotoGP statt, stattdessen bildet die Moto2-Klasse mit Marcel Schrötter den Mittelpunkt. Für den 27-Jährigen soll es nur ein Vorgeschmack auf die kommenden Jahre sein. Denn zu gerne würde Schrötter dauerhaft und ohne besondere Umstände der höchsten Kategorie auf zwei Rädern angehören. Doch die Zeit läuft dem Oberbayern allmählich davon.

"Wenn ich MotoGP fahren will, muss das nach dieser Saison klappen", sagte Schrötter jüngst zu "Motorsport aktuell". Grund dafür sei, dass "dieses Jahr die Verträge auslaufen und die Tore danach wieder für zwei Jahre zu sind". Entsprechend wird die kommende Saison zu einem Schlüsseljahr für Schrötter. Für den anvisierten Aufstieg in die MotoGP benötigt Schrötter, der 2020 der einzige deutsche Stammfahrer in den drei Klassen ist, bessere Ergebnisse und vor allem mehr Konstanz als im Vorjahr.

An Selbstkritik mangelt es ihm dabei nicht. "Ich habe mich selbst und meine Leute ein wenig enttäuscht", sagte der Pilot des deutschen Teams Intact GP. Mit drei Podestplätzen stellte er zwar eine persönliche Bestmarke in seiner Karriere auf, doch im teaminternen Vergleich mit seinem Schweizer Teamkollegen Thomas Lüthi zog er klar den Kürzeren. Entsprechend geht es nun darum, Argumente zu sammeln. Mit 27 Jahren, das weiß auch Schrötter, wird die Zeit für den Aufstieg allmählich knapp. "Etwa zehn Jahre" sieht er sich noch im Motorradsport. Das erste dieser zehn Jahre beginnt am Sonntag angesichts der Corona-Krise unter besonderen Voraussetzungen. Während die Moto2- und Moto3-Fahrer aufgrund ihrer Testfahrten ohnehin bereits in Katar weilten, galten für die Fahrer der MotoGP die verschärften Einreisebestimmungen des Emirats: Alle Personen, die direkt aus Italien nach Katar einreisen oder in den zwei Wochen zuvor in Italien waren, müssen nach ihrer Ankunft in Katar für 14 Tage in Quarantäne. Da unter anderem sechs der 22 Fahrer der Königsklasse Italiener sind, entschied sich der Weltverband zur Absage. Und auch der Thailand-GP (22. März) wurde bereits komplett gestrichen. FOTO: DPA

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