Verzweiflung auf Schalke: Amine Harit nach der bitteren Niederlage gegen Köln. 	FOTO: AFP
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Verzweiflung auf Schalke: Amine Harit nach der bitteren Niederlage gegen Köln. FOTO: AFP

Schock in der Nachspielzeit

(sid). Klaas-Jan Huntelaar litt auf der Tribüne mit, als Schalke 04 den nächsten Schritt Richtung 2. Liga machte. Ohne den Rückkehrer, der im Abstiegskampf mit seinen Toren helfen soll, verloren die Königsblauen das Kellerduell gegen den 1. FC Köln 1:2 (0:1) und schlossen die Hinrunde erstmals seit 27 Jahren als Tabellenletzter ab - mit nur sieben Punkten.

Jan Thielmann (90.+3) erzielte in der Nachspielzeit das Siegtor für die Kölner, die sich acht Zähler von den Schalkern absetzten. Zuvor hatte Rafael Czichos (31.) für den FC getroffen, der Amerikaner Matthew Hoppe glich mit seinem fünften Tor in den letzten drei Bundesligaspielen aus (57.). »Für den Kopf ist es unheimlich wichtig. Das ist Abstiegskampf, da ist egal, wie man die Punkte holt«, sagte der Kölner Marius Wolf bei Sky.

Das erhoffen sich die Schalker vom Hoffnungsträger Huntelaar, der am Dienstag einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben hatte, musste noch wegen Wadenproblemen passen - und sah als Zuschauer, dass der vierte Abstieg in der Vereinsgeschichte immer realistischer wird.

Huntelaar war im Mannschaftsbus zur Arena gefahren und saß gleich hinter der Trainerbank auf der Tribüne. »Ich habe ihm gesagt, er soll sich als Coach fühlen«, sagte Schalke-Trainer Christian Gross.

Schalke nahm die Spielkontrolle sofort in die Hand. Ein Distanzschuss von Suat Serdar zwang Kölns Keeper Timo Horn früh zu einer starken Parade (4.). Die Gäste verlegten sich zunächst völlig auf die Defensive, im Vorwärtsgang verloren sie regelmäßig sehr schnell den Ball.

Schalke machte allerdings zu wenig aus seiner Überlegenheit, auch Amine Harit scheiterte mit einem Fernschuss an Horn (26.), Mark Uth schoss aus acht Metern knapp über die Latte (27.). Die Kölner Führung fiel dennoch nicht aus heiterem Himmel, denn eine Serie von vier Eckbällen innerhalb weniger Minuten führte zu Chaos in der Schalker Abwehr. Nachdem Torhüter Ralf Fährmann eine Ecke zu kurz abgewehrt hatte, landete ein verunglückter Schuss von Dominick Drexler auf Czichos’ Kopf.

Nach dem Seitenwechsel hatte Fährmann zunächst Glück, als sein Verteidiger Ozan Kabak den Ball an den Pfosten lenkte (54.). Dann verstärkte Schalke seine Angriffsbemühungen - und Hoppe traf erneut.

Die Gastgeber drängten nun auf einen weiteren Treffer, Köln musste in der Defensive viel arbeiten, um das 1:1 zu verteidigen. Und schlugen dann eiskalt zu.

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