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Helfer versuchen in Cortina, den Zielbereich vom Schnee zu befreien.

Schneechaos in Cortina

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(dpa). Für die Corona-Pandemie sind sie in Cortina d’Ampezzo bestens präpariert - gegen das Wetter aber helfen weder Masken, Tests noch Abstand halten. Massen an Neuschnee haben gleich an den ersten Tagen der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Italien das Programm durcheinandergewirbelt. Nachdem es die Nacht über geschneit hatte, wurde die Kombination der Damen am Montagmorgen abgesagt.

Am Abend folgte dann die Entscheidung, auch den für Dienstag geplanten Super-G der Herren um zwei Tage auf Donnerstag zu verschieben und die Damen-Kombination erst nächsten Montag nachzuholen. »Ich komme wirklich schon lange her und habe noch nie so viel Schnee erlebt«, sagte Alpinchef Wolfgang Maier vom Deutschen Skiverband.

Als WM-Auftakt soll nun heute (13.00 Uhr/ARD und Eurosport2) der Super-G der Damen mit Kira Weidle als einziger deutscher Starterin stattfinden. Anders als die Herrenpiste, die wegen der Lawinengefahr nicht mehr rechtzeitig präpariert werden kann, dürften die Arbeiten am Damen-Hang unterhalb des Tofane-Massivs also klappen.

Von Frust war im Schatten der mächtigen Dolomiten trotz alledem aber nichts zu spüren. »Für das Team ist es total easy, wir sind das gewohnt«, beschwichtigte Maier. »Wir wissen, dass wir eine Freiluftsportart sind und uns auf Verschiebungen einstellen müssen.« Allerdings war da noch nicht klar, dass durch die Verschiebung des Herren-Super-G auf Donnerstag auch das erste Abfahrtstraining ausfällt. Damit bleiben Thomas Dreßen in seinem Wettlauf gegen die Zeit nur zwei Testläufe vor dem Rennen am Sonntag.

Meteorologisch ist Besserung in Sicht. Ab Mitte der Woche könnten ideale Bedingungen herrschen - dank erwarteter eisiger Temperaturen in der Nacht sowie Sonne und geringerer Minusgrade tagsüber. »Der Terminplan ist extrem eng«, hatte Maier schon vor den Absagen gesagt. 13 Entscheidungen sollen bis 21. Februar in Cortina fallen.

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