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Leroy Sane

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Sané und die Bayern: "Erstmal Urlaub..."

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(sid). Leroy Sané drehte sich weg und lächelte verschmitzt. Zu seinen Zukunftsplänen wollte er sich nicht konkret äußern. "Ich gehe jetzt erstmal in Urlaub, und alles weitere wird man dann sehen", sagte der von Bayern München heiß umworbene Ausnahmekicker, nachdem er beim 8:0 (5:0) mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel gegen Estland wieder beste Werbung in eigener Sache betrieben hatte.

Der Nachfrage, ob der deutsche Rekordmeister denn auf seine Zusage hoffen dürfe, begegnete der 23-Jährige mit einem weiteren Lächeln - und einer charmanten Abfuhr: "Das war’s für die Bayern-Fragen. Dankeschön." Auch Vater Souleymane, der die Gala seines Sohnes auf der Tribüne der Mainzer Arena begeistert mitverfolgt hatte, wollte nichts verraten. Die Familie Sané spielt auf Zeit.

Billiger ist der Stürmer am Dienstagabend aber sicher nicht geworden. Mit seinen unnachahmlichen Dribblings verzückte er die Fans, wenn er am Ball war, ging ein Raunen durchs Stadion. Als er seinen starken Auftritt nach zwei Abseitstoren endlich mit seinem fünften Länderspieltor krönte (88.), war der Jubel groß. Kaum zurück in der Kabine, ging das Werben der Bayern-Profis in der DFB-Auswahl um seine Gunst in die nächste Runde.

"Er kann gerne kommen", sagte Joshua Kimmich und grinste breit. Leon Goretzka betonte, er würde sich "sehr freuen", wenn sein früherer Schalke-Kumpel von Manchester City käme. "Er ist ein sehr guter Freund und würde uns sportlich weiterhelfen. Ich habe ihm aufgezeigt, dass das ein guter Schritt für ihn wäre." Auch der Münchner Serge Gnabry, mit dem sich Sané im DFB-Dreizack um Marco Reus so blendend versteht - in Mainz kamen sie zusammen auf fünf Treffer -, hatte dem Kollegen in dieser Woche bereits Avancen gemacht.

Sanés City-Kollege Ilkay Gündogan hielt dagegen. "Leroy mag mich sehr und will es genießen, mit mir noch ein paar Jahre zusammenzuspielen", sagte er mit einem Schmunzeln.

Geht es nach den Bayern-Bossen, soll dies ab Sommer in München sein. Für ihren Königstransfer haben sie sogar Leipzigs Timo Werner in die Warteschleife geschickt, der auch in der DFB-Stürmerhierarchie aktuell klar hinter Sané steht. "Ein Transfer ist immer ein Drei-Parteien-Geschäft. Erst muss sich der Spieler entscheiden, wo er seine Zukunft sieht", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Ein konkretes Angebot an City gibt es daher noch nicht. Sanés Familie, so ist zu hören, tendiert zu einer Rückkehr nach Deutschland. Doch sein neues Management um Ex-Superstar David Beckham denkt offenbar eher an eine Verlängerung in Manchester.

(Foto: dpa)

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