Groß ist die Freude bei Leipzigs Marcel Sabitzer, nachdem er Tottenhams Torhüter Hugo Lloris (r.) zum zweiten Mal überwunden und zur 2:0-Führung getroffen hat. FOTO: AFP
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Groß ist die Freude bei Leipzigs Marcel Sabitzer, nachdem er Tottenhams Torhüter Hugo Lloris (r.) zum zweiten Mal überwunden und zur 2:0-Führung getroffen hat. FOTO: AFP

Sabitzer lässt Leipzig jubeln

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(dpa). RB Leipzig hat vor den möglichen Geisterspieltagen im deutschen Fußball seine Zuschauer noch mal verwöhnt und mit dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte gefeiert. Angeführt von Doppel-Torschütze Marcel Sabitzer ließ der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga am Dienstagabend im Achtelfinal-Rückspiel Tottenham Hotspur von Star-Trainer José Mourinho vor ausverkaufter Kulisse keine Chance.

Sabitzer leitete beim 3:0 (2:0) das Weiterkommen mit seinen Treffern in der zehnten und 21. Minute früh ein, auch für Trainer Julian Nagelsmann ist die Runde der besten acht in Europa eine Premiere. Der unmittelbar zuvor eingewechselte Emil Forsberg (87.) setzte den Schlusspunkt. Die Leipziger unter den 42 146 Zuschauern feierten die Mannschaft minutenlang. Das Hinspiel hatte RB 1:0 in London gewonnen.

Grund zur Freude in der Partie hatten die Leipziger Fans schnell: Erste Chance, erstes Tor. Die Oberschenkelprobleme, die Timo Werner zuletzt in der Bundesliga beim Torlostreffen mit dem VfL Wolfsburg zunächst zum Zuschauen gezwungen hatten, waren überwunden. Der Nationalspieler zog aus 14 Metern ab, sein Schuss wurde geblockt, der Abpraller landete wieder vor Werners Füßen, der querlegte auf Sabitzer. Ein trockener Rechtsschuss aus dem Stand, ein französischer Weltmeister-Torwart Hugo Lloris auf vergeblicher Formsuche im Tor - und schon führte RB. An der Tatsache, dass die etwas offensiver als im Hinspiel eingestellten Gäste aus London zwei Tore zum Weiterkommen erzielten mussten, änderte der eine Treffer noch nichts. Der zweite schon, und der ließ nicht lange auf sich warten. Zunächst jubelte schon wieder Werner. Der 24-Jährige stand aber im Abseits (19.). Die Spurs-Abwehr, die sich diese Bezeichnung nur sehr eingeschränkt verdiente, bekam die punktuell, aber entschlossen angreifenden Leipziger nie in den Griff.

Nach einem langen Zuspiel aus der Leipziger Hälfte von Konrad Laimer verlängerte Tottenhams Serge Aurier den Ball ebenso ungewollt wie ungeschickt mit dem Kopf. Winter-Neuzugang Angeliño bedankte sich und flankte den Ball von der linken Seite in die Mitte, wo Sabitzer diesmal mit einem Kopfball Lloris überwand. 2:0 im Rückspiel, 3:0 in der Gesamtrechnung. Das war’s. RB kontrollierte die Partie auch im zweiten Abschnitt. Das ganz große Aufbäumen der Spurs kam ohnehin nicht.

Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Upamecano, Halstenberg - Mukiele (55. Adams), Laimer, Sabitzer (87. Forsberg), Angelino - Nkunku (59. Haidara), Schick, Werner.

Tottenham: Lloris - Aurier (90.+1 Fagan-Walcott), Tanganga, Dier, Alderweireld, Sessegnon - Winks, Lo Celso (80. Fernandes) - Lamela, Alli, Lucas.

Im Stenogramm: SR: Del Cerro (Spanien). - Zu.: 42 146. - Tore: 1:0 (10.) und 2:0 Sabitzer (22.), 3:0 Forsberg (87.). - Gelb: Laimer (1), Sabitzer (2) / Sessegnon (1), Winks (2), Tanganga (1), Alli (1). - Beste Spieler: Halstenberg, Sabitzer.

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