Torwart Daniel Batz ist der Saarbrückener Pokalheld. FOTO: DPA
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Torwart Daniel Batz ist der Saarbrückener Pokalheld. FOTO: DPA

1. FC Saarbrücken mit Sensation

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(sid). Die Sensations-Kicker des 1. FC Saarbrücken haben dank Elfmeterkiller Daniel Batz Fußball-Geschichte geschrieben und sind als erster Viertligist ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Spitzenreiter der Regionalliga Südwest, in der auch der FC Gießen spielt, gewann mit 8:7 nach Elfmeterschießen und eliminierte im Viertelfinale damit völlig überraschend den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 1:0) gestanden, der starke Torwart Batz wurde mit insgesamt fünf gehaltenen Elfmetern zum viel umjubelten Helden.

"Wir haben es heute selbst auf dem Fuß gehabt und haben es nicht eingetütet. Das ist wirklich bitter. Die haben einfach das Allerbeste aus ihren Möglichkeiten gemacht. Elfmeterschießen ist dann auch ein bisschen Glückssache", sagte der enttäuschte Fortuna-Stürmer Rouwen Hennings am Sky-Mikrofon.

Batz, der in der 83. Minute auch einen Foulelfmeter von Hennings parierte, hatte auch mit zahlreichen Paraden großen Anteil am Erfolg der Saarbrücker, die zum vierten Mal in ihrer Historie (nach 1957, 1958 und 1985) den Sprung in die Vorschlussrunde geschafft haben. Durch die Qualifikation für das Halbfinale haben die Saarländer ihre sicheren Pokaleinnahmen auf 5,4 Millionen Euro gesteigert.

Vor dem FCS waren lediglich zwei andere Viertligisten bis ins Viertelfinale vorgedrungen: 2001 verlor der 1. FC Magdeburg 0:1 gegen Schalke 04, elf Jahre später musste sich Holstein Kiel mit 0:4 gegen Borussia Dortmund geschlagen geben.

Die 6800 Zuschauer im ausverkauften Herrmann-Neuberger-Stadion in Völklingen, der Ausweich-Spielstätte der Saarbrücker aufgrund des Umbaus im heimischen Ludwigspark, sahen zu Beginn konzentrierte Gäste. Wesentlich effektiver war dagegen der Viertligist, der seine erste Möglichkeit zur Führung nutzte. Jänicke schloss einen Konter stark ab und schockte damit den Favoriten. Zanka glich für die Gäste erst in der 90. Minute aus und rettete die Fortuna so in die Verlängerung, die torlos blieb.

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