Fußball

Rummenigge kritisiert Ultras

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(dpa). In der Debatte um einen Wertewandel im Fußball hat Karl-Heinz Rummenigge (64) Forderungen von Ultra-Gruppierungen kritisiert. "Wir sind jetzt angekommen an einem Punkt, an dem ich von den Ultras immer nur lese: Wir fordern dies, wir fordern das. Jetzt wollten sie Mitsprache bei der Debatte um die Verteilung der TV-Gelder", sagte der Vorstandschef des FC Bayern München der "Sport Bild".

"Aber wenn ich immer nur fordere, aber nie bereit bin, Pflichten und auch Verantwortung zu übernehmen, endet das in einer Einbahnstraße." Die Kritik von Rummenigge wies das Bündnis "Unser Fußball", das nach eigenen Angaben mehr als 2300 Fanklubs- und Gruppierungen unterstützen, zurück. "Fußballfans geben sehr viel - vor allem Zeit und Leidenschaft", sagte Sprecher Jan-Henrik Gruszecki.

"Ich finde, der Name ist etwas anmaßend", meinte Rummenigge zudem. "Wem gehört der Fußball? Am ehesten noch denen, die ihn spielen - egal, auf welchem Niveau. Die Fans sind Teil des Fußballs, aber er gehört ihnen nicht." Die Aussage zeige, "dass Rummenigge nichts verstanden hat", konterte Gruszecki. "Die Fanklubs, die unterschrieben haben, sagen, so würden wir unseren Fußball definieren", erklärte er. "Wir sagen nicht, uns gehört der Fußball".

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