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Hat Grund zum Jubeln: Robert Lewandowski.

Rummenigge erteilt Flick DFB-Verbot

  • VonSID
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(sid). Als Rekordjäger Robert Lewandowski mit dem Spielball unterm Arm lächelnd Hansi Flick abklatschte, war auch Karl-Heinz Rummenigge oben auf der Tribüne mit sich und der Fußball-Welt zufrieden. Mit seinem Machtwort in der Bundestrainer-Frage hatte der Vorstandschef des FC Bayern schon vor der »verrückten« Tore-Show des Weltfußballers dafür gesorgt, dass das Münchner Erfolgsduo zusammenbleiben wird.

Zumindest Stand jetzt.

Bei einem Gespräch mit Flick vor dem beeindruckenden 4:0 (4:0) in Unterzahl im Südschlager gegen den VfB Stuttgart schlug der Bayern-Boss dem Coach die Tür zum DFB-Job zu. »Wir sind gut beraten, das zu Ende zu bringen, was wir vertraglich vereinbart haben«, betonte Rummenigge in der Welt am Sonntag, »das habe ich Hansi unmissverständlich mitgeteilt.« Flick habe die klare Ansage »professionell« aufgenommen.

Auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) sicherte sich Rummenigge ab. Der Verband werde Flick bei der Suche nach einem Erben für Joachim Löw mit Rücksicht auf dessen Bayern-Vertrag bis 2023 kein Angebot machen, »das hat mir Präsident Fritz Keller in dieser Woche in einem Telefonat noch mal bestätigt«. Rummenigges Fazit: Dass Flick über den Sommer hinaus bleibe, sei »Fakt«. Und damit basta!

Wirklich? Es gilt als offenes Geheimnis, dass Flick die Löw-Nachfolge reizt. Der Bundestrainer selbst bescheinigte seinem früheren Assistenten am Samstag im Radio-Interview bei Bayern 1 abermals »hervorragende Voraussetzungen« für das Amt. Das freue ihn sehr, sagte Flick, der aber schmallippig ergänzte: »An der ganzen Sache hat es nichts verändert.« Weil sich Rummenigge querstellt.

Derweil führte Lewandowski die Bayern mit seinen Saisontreffern Nummer 33 bis 35 (17./23./39.) nach der Roten Karte gegen Alphonso Davies (12., grobes Foulspiel) fast im Alleingang zum wichtigen Sieg. »Irgendwas über Weltklasse« sei der Pole, sagte VfB-Boss Thomas Hitzlsperger.« Nur noch fünf Treffer fehlen dem 32-Jährigen zum »ewigen« Torrekord von Gerd Müller.

Lewandowski erhielt wie David Alaba von Flick »das Go« für die umstrittenen WM-Quali-Reisen nach Großbritannien. Wenn sie wieder da sind, tritt der Tabellenführer am 3. April zum Topspiel bei Verfolger RB Leipzig an.

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