Verfahren eingestellt

Rücktritt rettet Keller vor Strafe

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(sid). In seiner Mission gescheitert, doch er geht zumindest nicht als Verurteilter: Fritz Keller bleibt zum Abschluss seines Kapitels beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine weitere Schmach erspart. Mit seinem Rücktritt als Präsident rettete er sich selbst vor seiner nächsten Niederlage. »Für den Fall, dass Fritz Keller nicht zurückgetreten wäre, hätte das Sportgericht für ihn eine Funktionssperre auf Zeit erwogen.

Eine solche Maßnahme würde nun aber ins Leere laufen«, sagte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts.

Stattdessen stellte die Ethikkammer des Verbandsgerichts am Mittwoch das Verfahren gegen den Ex-Präsidenten nach seinem Nazi-Eklat ein. Kellers Verhalten erfülle »den Tatbestand der Beleidigung« und stelle einen »erheblichen Verstoß gegen den Ethikcodex des DFB dar«, führte Lorenz aus. Der DFB-Boss hatte bei einer Präsidiumssitzung am 23. April seinen Vizepräsidenten Rainer Koch mit dem Nazi-Richter Roland Freisler verglichen und für allgemeines Entsetzen gesorgt.

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