Red Bull München um Daryl Boyle sowie die Adler Mannheim mit David Wolf (l.) und Matthias Plachta (r.) kehren auf das Eis zurück - wenn auch erst einmal nur für ein Testturnier. FOTO: DPA
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Red Bull München um Daryl Boyle sowie die Adler Mannheim mit David Wolf (l.) und Matthias Plachta (r.) kehren auf das Eis zurück - wenn auch erst einmal nur für ein Testturnier. FOTO: DPA

Rückkehr auf das Eis

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Mit einem Testturnier meldet sich die Deutsche Eishockey-Liga zurück. Aber: Sechs Teams verzichten, der Saisonstart bleibt fraglich. "Ohne konkrete Perspektive" mache es keinen Sinn, die prekäre wirtschaftliche Situation zu verschärfen, sagt Augsburgs Sigl.

Nach monatelangem Stillstand setzt die Deutsche Eishockey-Liga mit einem Testturnier ein positives Zeichen für die erhoffte Rückkehr in den Saisonbetrieb. Acht von 14 Mannschaften kehren für den Wettbewerb vom 11. November bis 12. Dezember auf das Eis zurück. Ob der angedachte Saisonauftakt Mitte Dezember möglich wird, bleibt allerdings weiter unsicher, auch wenn seit diesem Donnerstag mit der Bekanntgabe des Wettbewerbs ein Schritt in die richtige Richtung geschafft scheint. Wie groß die finanziellen Zwänge sind, zeigt, dass ein Topklub wie die Kölner Haie beim Testlauf fehlt.

Auch wenn der Klub den Wettbewerb herbeisehne, müsse er "in Anbetracht der Situation doch vernünftig bleiben", sagte Augsburgs Gesellschafter Lothar Sigl. Auch seine Panther gehören zu den Teams, die von einer Teilnahme abgesehen haben: "Ohne konkrete Perspektive auf den Start der DEL hat es keinen Sinn, den kompletten Kostenapparat hochzufahren und die prekäre wirtschaftliche Situation, in der wir uns unverändert befinden, weiter zu verschärfen."

Der Geschäftsführer der Eisbären Berlin, Peter John Lee, wertete den MagentaSport-Cup dagegen als "ein sehr wichtiges" Zeichen: "So rückt unser Sport wieder in die öffentliche Wahrnehmung und die Spieler erhalten darüber hinaus Spielpraxis unter Wettkampfbedingungen."

Wenige Tage nach dem Deutschland-Cup der Nationalmannschaft, für den nach Absagen Ersatzteilnehmer gefunden werden müssen, beginnt das Turnier mit zwei Vierergruppen mit Hin- und Rückspielen. Acht Monate nach dem vorzeitigen Abbruch der vergangenen Saison sind jedem Klub sechs Spiele garantiert. Die besten Zwei jeder Gruppe erreichen das Halbfinale, das Finale ist für den 12. Dezember geplant. Der DEL-Neustart war Anfang Oktober ein zweites Mal auf unbestimmte Zeit verschoben worden, die Champions Hockey League wurde abgesagt.

Wie die "Eishockey News" zuvor berichtete, soll das Turnier eine "Antrittsprämie in nicht unerheblicher Höhe garantieren". Dass ein weiterer Gehaltsverzicht der Spieler Voraussetzung war, bestätigte der Düsseldorfer Geschäftsführer, Harald Wirtz, der "Rheinischen Post" für die DEG und sagte mit Blick auf den Beitrag der Geldgeber: "Das ist ein großes Zeichen der Mannschaft und ein klares Statement der Gesellschafter, aufs Eis und nicht in den Winterschlaf zu gehen." Bei den Kölner Haien stimmten die Spieler einem Gehaltsverzicht "bis zu 60 Prozent" zu, teilte der Klub mit. Die Adler Mannheim deuteten mit den Worten "Solidarität" und "Loyalität" an, dass es eine finanzielle Einigung womöglich gegeben habe. Für die Lizenzvergabe war zuvor verlangt worden, dass 25 Prozent des vereinbarten Gehalts der Spieler von einer garantierten zu einer variablen Zahlung werden.

Neben den Adlern, der DEG und Berlin spielen die Krefeld Pinguine, die Grizzlys Wolfsburg, die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, Red Bull München und die Schwenninger Wild Wings mit. Neben Köln und Augsburg verzichten Ingolstadt, Nürnberg, Straubing und Iserlohn.

Mit Zuschauereinnahmen können die Clubs aufgrund der steigenden Corona-Zahlen nicht verlässlich planen. Normalerweise hat die DEL außerhalb der Fußballligen in Deutschland die meisten Zuschauer und gleichzeitig die höchsten Fixkosten, der wirtschaftliche Druck ist hoch. Ursprünglich sollte die neue Spielzeit Mitte September, dann Mitte November beginnen. Nun lautet das neue Ziel, einen Saisonstart in der zweiten Dezember-Hälfte zu realisieren.

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