Rückendeckung für den Bundestrainer

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(dpa). Diese Botschaften wird der schwer angeschlagene Jo-achim Löw in seinem badischen Winterexil gerne lesen. Knapp eine halbe Woche nach dem 0:6-Debakel in Spanien und einer hitzig geführten Debatte auch um seinen Posten erhält der Bundestrainer von den deutschen Fußballbossen immer mehr Zuspruch.

Geht es nach "Kaiser" Franz Beckenbauer, seinem früheren Assistenten Hansi Flick und weiteren zentralen Bundesliga-Stimmen, ist die Tendenz klar: Der DFB soll auch nach dem historischen Debakel von Sevilla mit dem Langzeittrainer ins EM-Jahr 2021 starten.

"Natürlich soll er weitermachen und die EM angehen. Das Spiel hilft ihm am Ende, neue Erkenntnisse zu sammeln", sagte Beckenbauer am Freitag.

Rangnick schweigt zu Spekulationen

Direktor Oliver Bierhoff hatte den 60-Jährigen unmittelbar nach dem Sechs-Gegentore-Schock gegen dynamische Spanier zwar gestärkt, doch eine endgültige Verbandsentscheidung über Löws nahe Zukunft scheint vor der vier Monate langen Pause bis zum Auftakt der WM-Qualifikation im März nicht gefallen.

Geht es um die mögliche Nachfolge von Ex-Weltmeister Löw, fällt immer wieder der Name Ralf Rangnick. Doch der 62-Jährige bezeichnet die Debatten über Löw, der einen Vertrag bis 2022 besitzt, als "Unsitte" und schweigt weiter zu jeglichen Spekulationen.

Rangnick sagte auf die Frage, ob er bereit wäre: "Es gehört sich nicht. Wir haben einen Bundestrainer, der bisher einen guten Job gemacht hat. Da gehört es sich nicht, darüber zu sprechen." Zu einem möglichen Angebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sagte Rangnick: "Das kann keiner wissen. Ich lasse es auf mich zukommen und bin selber sehr gespannt."

Während zahlreiche Fans eine sofortige Demission des Bundestrainers vehement fordern, empfehlen die Entscheider in der höchsten deutschen Spielklasse Geduld und Kontinuität. Gladbachs Sportchef Max Eberl sagte in einem Interview der "Frankfurter Rundschau": "Jogi Löw hat aus meiner Sicht das Vertrauen verdient. Er hat den Umschwung geschafft, indem er sich mit sehr vielen jungen und talentierten Spielern als Gruppenerster für die Europameisterschaft qualifiziert hat."

Löws Ex-Assistent Hansi Flick erklärte zum 0:6: "Diese Dinge sind im Fußball auch mal möglich, dass man so eine Klatsche bekommt. Deswegen muss man versuchen, die richtigen Schlüsse zu ziehen." Dass Flick später selbst einmal die Nationalmannschaft trainieren könnte, ist für ihn aktuell kein Thema.

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