Rudi Völler wird am Ostermontag seinen 60. Geburtstag feiern. FOTO: DPA
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Rudi Völler wird am Ostermontag seinen 60. Geburtstag feiern. FOTO: DPA

Rudi Völler wird 60

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(sid).Beim letzten "runden" Geburtstag gab sich die Fußball-Prominenz noch die Klinke in die Hand, dieses Jahr verwehrt die Coronavirus-Pandemie einer der größten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs eine standesgemäße Sause. Doch halb so wild: Dann feiert Rudi Völler seinen 60. Geburtstag am Ostermontag eben ganz gemütlich bei Spaghetti und Wein mit seiner Frau Sabrina und seinen fünf Kindern.

"Darüber bin ich gar nicht mal so traurig. Ich bin glücklich, wenn ich meine Familie bei mir habe", sagte der Weltmeister von 1990 dem Fachmagazin kicker. Schon vor seinem 50. Geburtstag hatte der gebürtige Hesse betont: "Ich brauche kein großes Fest. Ich stehe oft genug im Mittelpunkt" - ehe ihn seine Frau mit einer riesigen Überraschungsparty überrumpelte. Dies kann ihm diesmal aufgrund der herrschenden Kontaktsperre nicht passieren, lediglich via Handy werden unzählige Glückwünsche hereinflattern. Denn Rudi Völler ist nicht nur seit Jahren das Gesicht von Bayer Leverkusen, er ist zugleich im immer stärker von Geld und Gier beherrschten Fußball-Geschäft ein Sympathieträger geblieben.

Der einstige Weltklassestürmer, der 2002 in Japan und Südkorea die als Außenseiter angetretene DFB-Auswahl als Coach ins WM-Finale gegen Brasilien (0:2) geführt hatte, bestritt insgesamt 90 Länderspiele (47 Tore) und war vier Jahre vor dem Triumph von 1990 bereits Vize-Weltmeister geworden.

In der Bundesliga traf "Tante Käthe", wie Völler wegen seiner grau gelockten Haare seit seinen Profitagen genannt wird, in 232 Spielen für 1860 München, Werder Bremen und Bayer Leverkusen insgesamt 132-mal.

Zudem spielte der im hessischen Hanau geborene Torjäger für AS Rom und Olympique Marseille. Mit den Franzosen gewann er 1993 die Champions League. 1983 wurde Völler Bundesliga-Torschützenkönig und im selben Jahr zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt.

Als Trainer arbeitete er für Leverkusen und für den AS Rom, in der italienischen Hauptstadt dauerte sein Engagement 2004 nur 25 Tage. Zuvor war Völler nach dem Vorrundenaus der DFB-Auswahl bei der EM als DFB-Teamchef zurückgetreten.

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