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Marco Rose verlässt im Sommer Mönchengladbach und wechselt zur Dortmunder Borussia.

Rose wechselt von Gladbach zum BVB

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(sid). Mit seinem begeisternden Spielstil hat Marco Rose Borussia Mönchengladbach auf die nächste Stufe gehoben - jetzt soll er Borussia Dortmund aus der Lethargie reißen. Der heiß umworbene Trainer hat am Rose(n)montag das nervenaufreibende Spiel auf Zeit beendet und macht im Sommer von der Ausstiegsklausel in seinem bis 2022 laufenden Vertrag Gebrauch.

Für eine Ablösesumme von fünf Millionen Euro wechselt der 44-Jährige zum BVB: Dort soll er die ewige Sehnsucht nach einem Typen wie Jürgen Klopp stillen.

»Wir freuen uns sehr auf ihn. Mehr gibt es momentan nicht zu sagen, das tun wir, wenn Marco Rose hier seinen Job antritt. Das gebietet der Respekt vor allen Beteiligten«, sagte der Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Nach »Bild«-Informationen erhält Rose einen Dreijahresvertrag.

Gladbach hingegen nahm die Abschiedsmitteilung einen Tag nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg tief enttäuscht zur Kenntnis. »Wir haben in den vergangenen Wochen viele Gespräche miteinander geführt, in denen es um die Zukunft von Marco ging. Leider hat er sich nun entschieden«, sagte Max Eberl.

Der Sportdirektor hatte bis zuletzt vehement um seinen Coach gekämpft, doch Rose sieht die derzeit punktgleichen Dortmunder offenbar als bessere Adresse an, um seine Titelträume zu verwirklichen. Das Borussia-Duell im Viertelfinale des DFB-Pokals am 2. März erhält nun eine ganz besondere Brisanz. Zuletzt siegten die Gladbacher in der Liga 4:2 gegen Dortmund.

Rose hatte den fünfmaligen deutschen Meister im Sommer 2019 übernommen und ihn in seiner ersten Saison mit brillantem Tempofußball in die Champions League geführt. Dort erreichte der Klub erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Achtelfinale und trifft dabei auf den englischen Topverein Manchester City.

Eberl schwor daher den Klub auf die restlichen Monate unter Rose ein. Man werde »mit Marco gemeinsam alle Kräfte mobilisieren, um unsere Ziele in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League zu erreichen«, sagte der Sportchef, der nun einen Nachfolger finden muss.

Erste Namen kursierten schon vor der kurzfristig für Montagabend angesetzten Sitzung von Aufsichtsrat und Präsidium rund um den Borussia-Park. Jesse Marsch vom ehemaligen Rose-Klub RB Salzburg wurde ebenso genannt wie Florian Kohfeldt (Werder Bremen) oder Adi Hütter (Eintracht Frankfurt). Eine angebliche Kontaktaufnahme zu Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) hatte die Borussia zuletzt dementiert.

Rose antwortete in den vergangenen Wochen immer wieder ausweichend auf Fragen nach seiner Zukunft. Am Montagmorgen informierte er die Mannschaft um Kapitän Lars Stindl über seine Entscheidung.

Der BVB wird nach der Trennung von Lucien Favre bis zum Sommer noch von Edin Terzic trainiert. Rose soll einen Dreijahresvertrag erhalten. Ebenso wie für Gladbach, beträgt der Rückstand auf einen Champions-League-Platz nach dem 21. Spieltag sechs Punkte.

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