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Maximilian Schachmann vom Team Bora-hansgrohe gewinnt Paris-Nizza.

Roglic stürzt

(dpa). Maximilian Schachmann schaute ungläubig in die Luft, der verhinderte Tour-Sieger Primoz Roglic erlebte ein enttäuschendes Déjà-vu: Der deutsche Klassikerspezialist hat überraschend seinen Titel bei der Traditionsrundfahrt Paris-Nizza verteidigt und den Führenden Roglic am letzten Tag noch abgefangen. Auf dem Podium strahlte der Hoffnungsträger vom Team Bora-hansgrohe mit seinem Gelben Trikot, Blumen und einem Plüschlöwen.

Auf den 93 Kilometern von Plan-du-Var nach Levens war Schachmann am Sonntag zuvor mit der Spitzengruppe ins Ziel gekommen, zu der der gestürzte Roglic (15. im Abschlussklassement) nicht gehörte. Souverän parierte der 27-Jährige in der Schlussphase alle Angriffe seiner Widersacher, die in Abwesenheit von Roglic selbst noch nach dem Siegertrikot greifen wollten. Rang zehn in der Tageswertung wurde zur Nebensache, als die Titelverteidigung im Süden Frankreichs feststand - Schachmann ist damit der erste Deutsche, der die Rundfahrt zweimal gewinnen konnte.

Der bisher so souveräne Roglic musste sich nach drei Etappensiegen und der deutlichen Führung vorkommen wie bei der Tour de France 2020, als er beim Bergzeitfahren am vorletzten Tag noch seine Führung an Landsmann Tadej Pogacar abgab. Roglic hatte sich bei seinem Sturz am Schlusstag Schürfwunden zugezogen und konnte das hohe Tempo zu Schluss des Rennens nicht mehr mitgehen.

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