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Primoz Roglic im Roten Trikot des Gesamtführenden hat die Konkurrenz bei der Vuelta bis zum Schluss im Griff.

Roglic »außer Konkurrenz«

(dpa) Vor der imposanten Kathedrale von Santiago de Compostela stemmte Primoz Roglic stolz seine Rennmaschine in die Höhe. Als erst dritter Radprofi in der 76-jährigen Geschichte der Spanien-Rundfahrt raste der slowenische Olympiasieger zum dritten Gesamtsieg in Serie und machte am Sonntag seinen tollen Radsport-Sommer doch noch perfekt. 63 Tage nach dem schmerzhaften Aus bei der Tour de France zelebrierte der 31-Jährige mit insgesamt vier Etappensiegen seine Dominanz, nachdem er schon im olympischen Einzelzeitfahren mit der Konkurrenz gespielt hatte.

Was wäre bei der Tour möglich gewesen, hätte Roglic nicht bei seinem Sturz auf der dritten Etappe eine so schwere Rückenverletzung davongetragen, die ihn später zur Aufgabe gezwungen hätte? Womöglich hätte es wie 2020 ein großes Duell bis zum Finale mit seinem jungen Landsmann Tadej Pogacar gegeben.

In Spanien bewies Roglic jedenfalls wieder, welch ein überragender Rundfahrer er ist. Auf den 3415,3 Kilometern von Burgos nach Compostela fuhr Roglic in einer anderen Liga. So auch im abschließenden Zeitfahren über 33,8 Kilometer, das er vor dem Dänen Magnus Cort Nielsen gewann. Damit lag er in der Gesamtwertung 4:42 Minuten vor dem Spanier Enric Mas. Dritter wurde der Australier Jack Haig 7:40 Minuten zurück. Vor Roglic hatten es nur der Spanier Roberto Heras (2003 bis 2005) und der Schweizer Tony Rominger (1992 bis 1994) geschafft, die Vuelta dreimal in Serie zu gewinnen.

»Es ist immer wieder schön, Teil der Statistik zu sein«, sagte Roglic scherzend. Sein dritter Vuelta-Sieg ist zugleich sein wertvollster. Er holte ihn gegen die stärkste Konkurrenz. Und er war im Gegensatz zu früheren Jahren auch noch in der dritten Woche der Stärkste. Im vergangenen Jahr war er auf der vorletzten Etappe noch arg in Bedrängnis geraten.in Problem.«

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