Basketball

Rödl und der Talentschuppen

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(sid). Henrik Rödl bat Kapitän Robin Benzing und Co. am Sonntagmittag zum ersten Warmwerfen in Newcastle. Die deutschen Basketballer sollten sich im Nordosten Englands an die schmucke, erst ein Jahr alte "Eagles Community Arena" gewöhnen und vor dem Duell mit Großbritannien auf Betriebstemperatur kommen. Schließlich ist jedes Länderspiel von Bedeutung.

Der Bundestrainer wird bei dem Duell am Montagabend (21 Uhr/MagentaSport) wieder genau hinschauen, auch wenn der Großteil seiner Spieler keine echte Chance hat, Ende Juni beim Qualifikationsturnier für Olympia in Split/Kroatien dabei zu sein. "Der Sommer kommt, dann gibt es wieder neues Personal", sagte Rödl, der sich längst an das immer wiederkehrende Personalpuzzle gewöhnt hat.

Während er hofft, bei den wichtigsten Partien des Jahres wieder auf NBA-Stars wie Dennis Schröder, Maximilian Kleber oder Daniel Theis setzen zu können, gilt der Fokus bei den ersten Aufgaben 2020 den Talenten. Und die wussten schon beim 83:69 am Freitagabend gegen Frankreich zu gefallen. Leidenschaft war in dem Spiel in Vechta zu spüren, so wie Rödl sich das vorstellt. Dabei ist die Bedeutung der Partien im Rahmen der Qualifikation für die EM 2021 überschaubar. Deutschland ist als Co-Gastgeber ohnehin für das Turnier gesetzt und spielt außer Konkurrenz.

Doch auch in solchen Partien kann Rödl Erkenntnisse sammeln. Profis wie Bennet Hundt (Göttingen), Leon Kratzer (Frankfurt) und Louis Olinde (Bamberg) erhielten Chancen. Gegen die Briten dürfen nun auch Joshua Obiesie (Würzburg) und Jan Niklas Wimberg (Chemnitz) auf ihr Debüt hoffen, die anstelle von Robin Amaize und Kratzer in den Kader kommen. "Es macht sehr viel Spaß, mit den Spielern zu arbeiten, unabhängig vom Ergebnis", sagte der 50 Jahre alte Europameister von 1993.

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