Sebastian Rode hatte zuletzt verletzungsbedingt pausieren müssen. Nun steht der Frankfurter im Auswärtsspiel bei Union Berlin vor seiner Rückkehr. FOTO: DPA
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Sebastian Rode hatte zuletzt verletzungsbedingt pausieren müssen. Nun steht der Frankfurter im Auswärtsspiel bei Union Berlin vor seiner Rückkehr. FOTO: DPA

Rode vor Rückkehr

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Fünf Spiele nacheinander hat Eintracht Frankfurt nicht gewonnen. Ausgerechnet beim Überraschungsteam Union Berlin, das siebenmal nacheinander nicht verloren hat, soll die Serie enden.

Das süße Gefühl des Sieges hat Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga zuletzt vor acht Wochen auskosten können. Trainer Adi Hütter ist diese Durststrecke schon jetzt viel zu lang, weshalb er sie mit seiner Mannschaft im Gastspiel beim kessen Underdog 1. FC Union Berlin an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) unbedingt beenden will. "Wir wollen voll punkten, dafür müssen wir ein perfektes Spiel hinlegen", sagte der 50 Jahre alte Österreicher vor dem Abflug in die Hauptstadt am Freitag.

Mit an Bord war Sebastian Rode, der vor der Rückkehr in die Startelf steht. "Er hat in dieser Woche trainiert und ist ein Thema für die Mannschaft", sagte Hütter. Ob Amin Younes nach seiner Rückkehr aus der Quarantäne infolge eines positiven Corona-Tests schon wieder eine Option ist, ließ er offen. Der zuletzt glänzend aufgelegte Aymen Barkok fehlt wegen seiner Corona-Erkrankung. "Alle anderen Spieler sind in dieser Woche zweimal negativ getestet worden", berichtete Hütter.

Anlass zur personellen Rotation gibt es für den Chefcoach nach dem 1:1 gegen Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig kaum. In die Karten schauen ließ sich Hütter aber wie immer nicht. "Man will den Gegner auch mal überraschen. Das versucht jeder Trainer", sagte der 50-Jährige. "Schön ist, wenn es aufgeht." So wie im Leipzig-Spiel, als er gleich fünf Neue in die Startformation beordert hatte.

Gegen Union wartet auf die Hessen eine schwere Aufgabe. Die seit sieben Spielen ungeschlagenen Berliner sind das Überraschungsteam der Liga und stehen mit 15 Punkten derzeit auf einem internationalen Startplatz. "Sie haben einen Lauf und sind sicher die Mannschaft der Stunde", befand Hütter. Vor allem Neuzugang Max Kruse hebt die "Eisernen" aus Köpenick auf eine neue Qualitätsstufe. "Er drückt dem Union-Spiel den Stempel auf. Wir müssen seine Kreise einengen, auch wenn er nicht allein auf dem Platz steht." Im Vorjahr gelang den Frankfurtern im ersten Bundesligaduell der Historie mit dem damaligen Aufsteiger ein mühevoller 2:1-Sieg. Mit diesem Ergebnis könnten die Hessen auch anno 2020 gut leben. Bas Dost und André Silva trafen damals für die Eintracht, die mit elf Punkten derzeit auf Rang elf steht. "Es wäre super, wenn wir wieder einen Sieg schaffen könnten", sagte Hütter, dessen Team zuletzt am 3. Oktober mit 2:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim gewonnen hatte. Noch wichtiger sei es jedoch, die zweite Saison-Niederlage zu vermeiden. "Weil uns Union dann wegziehen würde", betonte der Eintracht-Coach.

Die Eintracht ordnet derweil Union-Trainer Urs Fischer stärker ein, als es die elf Punkte aussagen. "Frankfurt ist eingespielt. Sie haben eine gute Mischung aus Geschwindigkeit, Aktivität, Routine und Körperlichkeit. Es wird eine ganz schwierige Aufgabe", sagte der Schweizer. Marius Bülter nach seiner Corona-Zwangspause und Sebastian Griesbeck sind wieder eine Alternative. Der Einsatz von Florian Hübner ist ungewiss. Keita Endo, Christian Gentner, Nico Schlotterbeck, Joel Pohjanpalo und Anthony Ujah fehlen weiter.

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