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»Das tut richtig gut«

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Selbst vom schmerzhaften Überbleibsel einer verkorksten WM wollte sich Franziska Preuß nicht aufhalten lassen. »Ich war wieder ein bisschen tollpatschig«, gestand die Biathletin lachend nach ihrem überraschenden zweiten Platz von Oslo, noch in der Vorwoche bei den Titelkämpfen in Schweden sei sie »von der Treppe gefallen«. Nun stürmte die 25-Jährige aus Haag beim Weltcup-Finale im Sprint über 7,5 km trotz Schmerzen im Ellenbogen nach einer famosen Leistung aufs Treppchen, nur 21,2 Sekunden fehlten Preuß am Holmenkollen zu ihrem zweiten Weltcupsieg.

Selbst vom schmerzhaften Überbleibsel einer verkorksten WM wollte sich Franziska Preuß nicht aufhalten lassen. »Ich war wieder ein bisschen tollpatschig«, gestand die Biathletin lachend nach ihrem überraschenden zweiten Platz von Oslo, noch in der Vorwoche bei den Titelkämpfen in Schweden sei sie »von der Treppe gefallen«. Nun stürmte die 25-Jährige aus Haag beim Weltcup-Finale im Sprint über 7,5 km trotz Schmerzen im Ellenbogen nach einer famosen Leistung aufs Treppchen, nur 21,2 Sekunden fehlten Preuß am Holmenkollen zu ihrem zweiten Weltcupsieg.

Wegen der Schmerzen am Arm hatte sie »die letzten Tage nur stehend geschossen«, sagte Preuß, deren bestes Resultat bei der erst am Sonntag zu Ende gegangenen WM ein 16. Platz war, in der ARD. Auch deshalb war sie über ihre Glanzleistung selbst überrascht: »Ich habe nicht damit gerechnet. Das tut richtig gut und bedeutet mir sehr viel.« Nur Weltmeisterin Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei war trotz einer Strafrunde schneller und sicherte sich auch die kleine Kristallkugel im Sprint-Weltcup. Rang drei ging an ihre Landsfrau Paulina Fialkova (0/25,1 Sekunden zurück).

Damit stahl Preuß auch den beiden WM-Stars im deutschen Team die Show. Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann rundete zwar trotz zweier Strafrunden als Fünfte das starke Ergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) ab. Laura Dahlmeier, bei der WM mit Bronze im Sprint und der Verfolgung dekoriert, musste sich nach ebenfalls zwei Fehlern am Schießstand hingegen mit Rang 27 zufrieden geben.

Mit relativ hohen Startnummern waren die meisten deutschen Biathletinnen ins Rennen gegangen. »Wir versprechen uns, dass die Strecke hintenraus schneller wird«, hatte Disziplintrainer Florian Steirer die Entscheidung vor dem Rennen begründet. Vor allem im Falle von Preuß sollte er Recht behalten. »Wir haben alles richtig gemacht, die späte Startgruppe zu wählen«, sagte diese.

Während bei Herrmann und Dahlmeier jeweils liegend und stehend eine Scheibe schwarz blieb, räumte Preuß alles ab. Gerade beim Liegendanschlag hatte sie nach dem Handicap am Ellenbogen damit nicht gerechnet. »Ich war echt überrascht, als alle drin waren«, sagte Preuß, die im Januar im Massenstart in Ruhpolding ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte.

Im Kampf um den Gesamt-Weltcup dürfte vor den abschließenden Rennen am Samstag (Verfolgung über 10 km) und am Sonntag (Massenstart über 12,5 km) eine Vorentscheidung gefallen sein. Die italienische Massenstart-Weltmeisterin Dorothea Wierer führt das Ranking nach ihrem elften Platz im Sprint mit nun 882 Punkten an, ihre vor dem Rennen noch punktgleiche Landsfrau Lisa Vittozzi landete nur auf Rang 68 und hat 30 Punkte weniger auf dem Konto.

Am Freitag (16.15 Uhr/ARD und Eurosport) wird mit dem Sprint der Männer über zehn Kilometer fortgesetzt. Großer Favorit bei seinen Heimrennen ist Gesamtweltcupsieger Johannes Thingnes Bö. Einzel-Weltmeister Arnd Peiffer und Ex-Champion Benedikt Doll gehören zu den Kandidaten für die Podestplätze.

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