Werder-Trainer Florian Kohfeldt steht nicht nur im Regen - sondern in Mainz auch unter Erfolgsdruck. FOTO: DPA
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Werder-Trainer Florian Kohfeldt steht nicht nur im Regen - sondern in Mainz auch unter Erfolgsdruck. FOTO: DPA

Reines Nervenspiel

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(dpa). Der FSV Mainz 05 will am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im letzten Heimspiel der Saison gegen den Tabellen-Vorletzten Werder Bremen den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga machen. "Das ist ein Matchball für uns. Wenn wir den verwandeln, dann bleiben wir drin", sagte Sportvorstand Rouven Schröder am Freitag in einer Online-Pressekonferenz. Werder ist derzeit Tabellen-17. und braucht einen Sieg, wenn der Klassenerhalt ohne Relegation möglich bleiben soll.

Nach dem 2:0 am Mittwoch in Dortmund zählen für Trainer Achim Beierlorzer nur die 90 Minuten gegen Bremen. "Darauf liegt der Fokus. Wir wollen mit der gleichen Leidenschaft und Laufbereitschaft sowie Energie ins Spiel gehen und gewinnen", erklärte der 52-Jährige, der vom 5:0-Sieg im Dezember 2019 keine Bilder zeigen wird.

Unterdessen passt die gute Stimmung von Florian Kohfeldt so gar nicht zur prekären Situation: Bestens gelaunt zeigte sich der Trainer von Werder Bremen am Freitag auf einer virtuellen Pressekonferenz. Doch auch der immer wieder schmunzelnde Coach gab vor dem Abstiegsgipfel beim FSV Mainz 05 zu: "Es geht in der Tat um alles. Es zählt nur ein Sieg."

Sechs Punkte beträgt Werders Rückstand auf den Tabellen-15. (34 Punkte) aus Rheinhessen. Eine Niederlage in Mainz und ein gleichzeitiger Erfolg von Fortuna Düsseldorf (29) gegen den FC Augsburg würde den zweiten Bundesliga-Abstieg der Bremer Clubgeschichte schon einen Spieltag vor dem Saisonende perfekt machen. "Der Druck ist da. Wir wissen um die Konstellation, in die wir uns gebracht haben", sagte Kohfeldt und wiederholte: "Es zählt nur ein Sieg." Dafür müsse alles andere ausgeblendet werden.

Ausgerechnet das 1899. Bundesligaspiel kann den 1899 gegründeten Verein nach 40 Jahren wieder in die Zweitklassigkeit führen. In der Stadt, in der die Menschen so sehr mit dem Bundesliga-Club verwurzelt sind wie kaum woanders, würde sie ein Abstieg besonders hart treffen. "Darüber sind wir uns bewusst", sagte Kohfeldt. Daher setzt der Trainer vor dem Abstiegs-Showdown auf die Faktoren Emotionalität und Mentalität. Kohfeldt hat deshalb Motivationstrainer Jörg Löhr und den Sportpsychologen Mathias Kleine-Möllhoff in die Vorbereitung eingebunden.

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