RB Leipzig im Schongang

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(sid). RB Leipzig darf dank Doppelpacker Yussuf Poulsen weiter vom ersten Pokal-Triumph in der Klubgeschichte träumen. Der Däne führte den Bundesliga-Zweiten im Achtelfinale des DFB-Pokals mit zwei Toren (67./75.) zum ungefährdeten 4:0 (2:0)-Sieg gegen den Zweitligisten VfL Bochum. Amadou Haidara (11.) und Marcel Sabitzer (45.+1) per Foulelfmeter erzielten die weiteren Treffer.

»Das Ergebnis ist ein Tick zu hoch, Bochum hat es in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir kaum noch was zugelassen. Du musst am Ende gewinnen, das haben wir gemacht, und deshalb sind wir zufrieden«, resümierte Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann nach der souverän gelösten Pflichtaufgabe trocken.

Die Bochumer, zweimaliger Pokalfinalist (1968, 1988), überraschten mit sechs Umstellungen, sogar Abwehrmann Saulo Decarli kam nach fast einjähriger Verletzungspause zum Einsatz. Doch Leipzig stellte sich schnell darauf ein. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Armel Bella-Kotchap schaltete Kapitän Marcel Sabitzer schnell um, flankte in die Mitte auf Haidara, der unbedrängt zum 1:0 einköpfte.

Bochum tat den Leipziger den Gefallen und spielte mit. Dadurch kamen die Gastgeber zu schnellen Umschaltmomenten. Mitte der ersten Halbzeit versprühten die RB-Profis auch bei Ballbesitz durchaus große Spiellaune und schüttelten die VfL-Abwehr mit Doppelpass-Stafetten immer wieder kräftig durcheinander.

Doch erst ein zweiter Abwehrfehler der Bochumer brachte Leipzig kurz vor der Pause die beruhigende 2:0-Führung. VfL-Keeper Patrick Drewes, der den gesperrten Stammkeeper Manuel Riemann ersetzte, holte den schnellen Christopher Nkunku von den Beinen, den fälligen Strafstoß setzte Sabitzer gekonnt in die Maschen, obwohl Drewes die Ecke geahnt hatte.

Leipzig, das drei Tage vor dem Bundesliga-Spiel bei Schalke 04 auf die verletzten Emil Forsberg (Knieblessur) und Kevin Kampl (Sprunggelenk) auskommen musste, war auch nach dem Wechsel die deutlich gefährlichere Mannschaft. Nach einem erneuten Patzer von Keeper Drewes hätte der eingewechselte Hee Chan Hwang fast zum 3:0 (49.) für Leipzig eingeschoben.

Erst nach einer Stunde brachte Reis, dessen Vertrag zuletzt bis 2023 verlängert wurde, endlich seine Leistungsträger Robert Zulj und Simon Zoller. Doch fast postwendend fiel das 0:3, wieder eingeleitet durch einen Schnitzer, dieses Mal war es Herbert Bockhorn, der im Mittelfeld den Ball verlor. Dani Olmo bediente Poulsen, und der Däne erhöhte mit seinem ersten Pflichtspieltor im Kalenderjahr 2021 auf 3:0. Kurz darauf traf der Däne auch noch zum 4:0-Endstand.

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