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Endstation: Jan-Lennard Struff unterliegt im Achtelfinale der French Open.

Raus mit Applaus

  • VonSID
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Jan-Lennard Struff hat trotz großen Einsatzes in Paris sein erstes Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier verpasst. Alexander Zverev hat das Halbfinale fest im Blick.

Als Jan-Lennard Struff nach drei Stunden purer Leidenschaft enttäuscht vom Court Suzanne Lenglen schlurfte, donnerte der deutschen Nummer zwei anerkennender Applaus entgegen. Der 31 Jahre alte Warsteiner hatte sein Herz auf dem Platz gelassen und bei den Frech Open in Paris unnachgiebig bis zum letzten Punkt um die Chance auf sein erstes Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier gekämpft - doch am Ende blieb Struff nur die Zuneigung des Publikums. Für den bisher beeindruckenden Alexander Zverev soll die Runde der letzten acht dagegen nur ein Zwischenschritt zu Größerem sein.

Struff verlor sein Achtelfinalduell am Montag mit dem an Nummer zehn gesetzten Sandplatzspezialisten Diego Schwartzman trotz couragierten Auftritts mit 6:7 (9:11), 4:6, 5:7. »Das Match hatte einfach einen richtig schlechten Verlauf«, sagte Struff niedergeschlagen: »Ich habe viele Chancen nicht genutzt. Im Endeffekt freue ich mich über den Applaus, aber es wäre mir deutlich lieber gewesen, wenn sie mir zum Matchsieg applaudiert hätten.«

Dem bravourös kämpfenden Davis-Cup-Spieler fehlte in den entscheidenden Situationen ein Quäntchen, um Zverev zu folgen, der am Dienstag gegen den ungesetzten Spanier Alejandro Davidovich Fokina um seinen ersten Halbfinaleinzug beim Sandplatzklassiker in der französischen Hauptstadt kämpft.

Struff trauerte einem möglichen Viertelfinalmatch gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal nach. »Das Matchup wäre einfach mega gewesen. Ich weiß, dass ich gut spielen kann«, sagte der Familienvater: »Ich habe in diesem Jahr mein erstes Finale gespielt.« Weiter im Turnier ist dagegen der Weltranglistenerste Novak Djokovic, der gegen den 19 Jahre jungen Italiener Lorenzo Musetti allerdings fünf Sätze brauchte. Zuletzt hatten 1996 mit Michael Stich und Bernd Karbacher zwei deutsche Profis parallel im Viertelfinale von Roland Garros gestanden.

Zverev nutzte den Montag unterdessen zur Vorbereitung auf sein Duell mit dem positiv »verrückten« Davidovich Fokina, wie er den 21-Jährigen bezeichnete: »Auf dem Platz ist er teilweise unvorhersehbar. Ich weiß, dass ich meine Performance halten muss.«

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