Rast vor Titel

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(sid). Seine Titelkonkurrenten fluchten und schimpften, gleich sechs Autos schieden nach Unfällen aus - doch Rene Rast behielt in diesem turbulenten 16. Saisonrennen der DTM in Zolder kühlen Kopf. Der Audi-Pilot feierte am Sonntag seinen vierten Sieg nacheinander und den insgesamt sechsten in der laufenden Saison. In dieser Form geht er als großer Favorit ins Saisonfinale der DTM am 7./8. November in Hockenheim.

Eine Vorentscheidung in der Meisterschaft sei dies "mit Sicherheit nicht" gewesen, sagte Rast bei SAT.1: "Ich bin mega-happy, dass wir so ein schwieriges Rennen hinter uns gebracht haben. Vieles hätte schiefgehen können. Aber wir haben die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit getroffen."

Der Titelverteidiger, der im Laufe der Saison bereits großen Rückstand hatte, führt die Gesamtwertung mit nun 304 Punkten vor seinen Audi-Markenkollegen Nico Müller (285) aus der Schweiz und Robin Frijns (263) aus den Niederlanden an. Im Idealfall sind an einem Rennwochenende 56 Punkte zu holen - Rast räumte in Zolder satte 55 Zähler ab.

Von einer solchen Ausbeute konnten seine Verfolger nur träumen. Frijns schied nach einem heftigen Unfall unverschuldet aus, er räumte niedergeschlagen ein, dass er nun "keinen Gedanken mehr an die Meisterschaft verschwenden" werde. Tatsächlich scheinen seine Titelchancen äußerst gering.

Müller schimpfte in seinem Auto wüst über Jamie Green (Großbritannien/Audi), der ihn aus seiner Sicht behinderte. Der Schweizer, der zu Beginn der DTM-Saison nahezu fehlerfrei unterwegs und in der Gesamtwertung lange in Führung lag, muss sich an die Rolle des Verfolgers erst noch gewöhnen.

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