Rast holt den dritten Titel

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(sid). Rene Rast weinte. Der Stoiker, der Dauersieger, der Dominator der DTM vergoss nach dieser historischen letzten Ausfahrt in Hockenheim Tränen. Vor Freude, weil mit dem souveränen Sieg beim Saisonfinale sein dritter Titel perfekt war. Und mit Wehmut, weil nicht nur Rast in diesem Moment Abschied nahm von der "echten" DTM.

"Es ist so viel Druck abgefallen, ich wollte diesen Titel unbedingt", sagte er nach seinem Sieg vor Markenrivale Nico Müller bei Sat.1: "Ich musste aber schon Mitte des Rennens aufpassen, weil ich Tränen in den Augen hatte. Weil ich ja wusste, dass es das letzte Rennen in diesem Auto ist."

Denn ab der kommenden Saison wird alles anders in der DTM, die Rennserie schrumpft, eigentlich bleibt nur der Name. Die großen Hersteller ziehen sich zurück, auch Rasts Arbeitgeber Audi, stattdessen treten Privatteams gegeneinander an. Gefahren wird nicht mehr mit schnellen, lauten Prototypen, sondern mit günstigeren GT3-Autos. Rast wechselt im kommenden Jahr mit Audi in die elektrische Formel E.

Seinen DTM-Boliden will er nun kaufen, "als Erinnerung", so Rast: Mit drei Gesamtsiegen liegt er gleichauf mit Tourenwagen-Legende Klaus Ludwig. Besser war nur noch der große Bernd Schneider, mit fünf Triumphen "Mr. DTM". Die Meisterschaft beendete Rast mit 23 Punkten Vorsprung auf den Schweizer Müller.

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