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Der Rostocker Calogero Rizzuto und Schalkes Doppeltorschütze Simon Terodde kämpfen im Pyro-Nebel des Ostseestadions um das Leder.

Randale in Rostock

(dpa). Bei heftigen Fan-Ausschreitungen rund um das Zweitligaspiel des FC Hansa Rostock gegen den FC Schalke 04 sind vier Polizeibeamte verletzt worden. Wie die Polizeiinspektion Rostock am Sonntag mitteilte, musste ein Beamter zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Zudem geriet bei Randale nach Spielende auf dem Vorplatz des Ostseestadions, bei der Steine und Pyrotechnik geworfen wurden, ein Polizeiwagen in Brand, ein zweiter wurde beschädigt.

»Es ist komplett unstrittig, dass Steinwürfe und brennende Autos Grenzüberschreitungen darstellen, von denen man sich zu distanzieren hat«, hieß es in einem Statement von Hansa Rostock am Sonntag. Der Verein habe noch in der Nacht zu einem gemeinsamen Auswertungstermin mit den Sicherheitsbehörden eingeladen, um die Geschehnisse zunächst einmal intern zu besprechen und zu analysieren. »Dazu gehört es dann auch, das jeweils eigene Verbesserungspotenzial und auch eigenes Fehlverhalten zu reflektieren«, ließ der Club weiter verlauten. Mehr als zehn Strafanzeigen wurden aufgenommen, unter anderem wegen Landfriedensbruch, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Raub, räuberischer Erpressung, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen sowie Besitz von Betäubungsmitteln.

Die erste Begegnung zwischen Hansa und Schalke seit 13 Jahren wurde im Vorfeld als Risikospiel eingestuft. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von rund 1200 Beamten im Einsatz. Bereits am Mittag hatten sich insgesamt etwa 300 Hansa- und Schalke-Anhänger am Warnemünder Leuchtturm-Vorplatz Auseinandersetzungen geliefert. Die beteiligten Schalke-Anhänger in Warnemünde mussten ihre Personalien angeben und erhielten Platzverweise für das Stadtgebiet. Folglich verpassten die Fans, die mit Bussen angereist waren, das Zweitliga-Duell und mussten die Heimreise antreten. Kurz vor Ende des Spiels, das die Schalker mit 2:0 (42./49. durch Simon Terodde) gewannen, wurden im Bereich hinter der Südtribüne Polizeikräfte mit Steinen beworfen. Dabei wurde ein Beamter verletzt.

Unterdessen hat mit einem Kraftakt der Hamburger SV einen herben Rückschlag verhindert. Gegen den allein weiter unbesiegten 1. FC Nürnberg sicherte Robert Glatzel (34./80. Minute) dem HSV am Sonntag mit zwei sehenswerten Toren beim 2:2 (1:1) wenigstens einen Punkt im Aufstiegskampf. Der HSV verpasste aber wie der FCN den möglichen Sprung auf Platz drei. Vor 24 000 Besuchern hatten Enrico Valentini (22./Foulelfmeter) und Lino Tempelmann (46.) die starken Gäste zweimal in Führung gebracht.

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