Pyeongchang-Helden im Mittelpunkt

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Im mondänen Benazetsaal des Kurhauses in Baden-Baden dürfte gleich an mehreren der festlich gedeckten Tische gehofft und gebangt werden. Bei der Auszeichnung der Sportler des Jahres 2018 fehlt sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern der eine große Favorit. Ob beispielsweise Angelique Kerber, Kristina Vogel oder Laura Dahlmeier, Andreas Wellinger, Johannes Rydzek, Frank Stäbler, Thomas Dreßen oder Patrick Lange – verdient hätten sie es alle. Bei der Mannschaft des Jahres deutet sich ein Zweikampf zwischen den Olympiahelden der Eishockey-Nationalmannschaft und den Paarlauf-Olympiasiegern Aljona Savchenko und Bruno Massot an. "Das zeigt die Wertschätzung unserer Leistung. Es setzt dem Ganzen die Krone auf", sagte Kapitän Christian Ehrhoff, der seine Eishockey-Karriere einen Monat nach dem Silber-Coup beendet hatte.

Im mondänen Benazetsaal des Kurhauses in Baden-Baden dürfte gleich an mehreren der festlich gedeckten Tische gehofft und gebangt werden. Bei der Auszeichnung der Sportler des Jahres 2018 fehlt sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern der eine große Favorit. Ob beispielsweise Angelique Kerber, Kristina Vogel oder Laura Dahlmeier, Andreas Wellinger, Johannes Rydzek, Frank Stäbler, Thomas Dreßen oder Patrick Lange – verdient hätten sie es alle. Bei der Mannschaft des Jahres deutet sich ein Zweikampf zwischen den Olympiahelden der Eishockey-Nationalmannschaft und den Paarlauf-Olympiasiegern Aljona Savchenko und Bruno Massot an. "Das zeigt die Wertschätzung unserer Leistung. Es setzt dem Ganzen die Krone auf", sagte Kapitän Christian Ehrhoff, der seine Eishockey-Karriere einen Monat nach dem Silber-Coup beendet hatte.

Ohnehin werden die Spiele in Pyeongchang am Sonntag (Ausstrahlung im ZDF ab 22 Uhr) eine große Rolle spielen. Biathlon-Königin Laura Dahlmeier, die im vergangenen Jahr zur besten Sportlerin gewählt worden war, hatte in Südkorea zweimal Gold und einmal Bronze gewonnen. Auch Kombinierer und Titelverteidiger Johannes Rydzek krönte sich zum Doppel-Olympiasieger, Skispringer Andreas Wellinger holte eine Gold- und zwei Silbermedaillen. Der derzeit schwer am Kreuzband verletzte Thomas Dreßen verpasste zwar die Medaillenränge, der alpine Skirennläufer gewann aber im Januar als erst zweiter deutscher Abfahrer auf der legendären Streif in Kitzbühel.

Nach den Winterspielen holte sich Tennis-Queen Angelique Kerber, die die Wahl 2016 gewann, den Sieg in Wimbledon, als erste Deutsche seit Steffi Graf 1996. Frank Stäbler feierte bei der Ringer-WM in Budapest den historischen Titel-Hattrick, und Triathlet Patrick Lange verteidigt erst seinen Titel bei der Ironman-WM auf Hawaii mit einem Fabelweltrekord und machte seiner Freundin im Anschluss einen Heiratsantrag. "Die Wahl würde das Jahr perfekt abrunden, es ist die höchste nationale Auszeichnung. Ich kann es kaum erwarten", sagte Lange.

Die zweimalige Bahnrad-Olympiasiegerin Vogel schrieb 2018 zuerst sportlich mit ihrem elften WM-Titel Geschichte, doch durch ihren Umgang mit ihrem schweren Trainingsunfall, der zur Querschnittlähmung führte, steht die 28-Jährige wie keine andere für die Werte, die den Sport seit jeher ausmachen. Die Auszeichnung der Erfurterin wäre wie bei den noch aktiven Sportlern eine Verneigung vor einer bewundernswerten Leistung. "Was mich am meisten beeindruckt hat, ist, wie sie damit umgeht", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas.

Anfang Dezember war sie zu Deutschlands Radsportlerin des Jahres gewählt worden. Wahlberechtigt waren bis Ende November rund 3000 Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten, abgestimmt wurde nach einem Punktesystem. "Als Maßstab gelten weder Gehalts- noch Prämienlisten. Gesucht wird mehr denn je das Vorbild, eine Persönlichkeit des Sports. Ausgesprochen erfolgreich natürlich, aber auch durch Haltung und Charakter aufgefallen", steht in der Präambel der seit 1947 durchgeführten Wahl.

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