Ein Punkt reicht

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(sid). Die einen wollen den Gruppensieg eintüten, die anderen das Weiterkommen amtlich machen - und beiden genügt am Donnerstag ein Punkt dafür: Die Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen können bereits am vorletzten Vorrundenspieltag der Europa League ihre Ziele verwirklichen.

Die TSG möchte jedenfalls ihre Erfolgsserie fortsetzen - obwohl die Kraichgauer mit dem ersten Einzug in die K.-o.-Runde eines Europacup-Wettbewerbs bereits Geschichte geschrieben haben und sich vordringlich um den Kampf gegen die nationale Krise kümmern müssen. "Das wird ein Endspiel und ein Highlight für uns, denn wir wollen schließlich die Gruppe gewinnen", äußerte Trainer Sebastian Hoeneß mit Blick auf die Partie beim serbischen Vorzeigeverein Roter Stern Belgrad (18.55 Uhr/DAZN).

Nach vier Siegen in vier Begegnungen inklusive des Hinspiel-Erfolgs (2:0) reicht dem Spitzenreiter der Gruppe L ein Remis beim Tabellenzweiten, der drei Punkte weniger auf dem Konto hat. Selbst bei einer Niederlage mit einem Tor Unterschied hätte die TSG den direkten Vergleich noch gewonnen und könnte mit einem Sieg im letzten Spiel gegen Schlusslicht KAA Gent den Gruppensieg aus eigener Kraft perfekt machen. Um den Corona-Gefahren so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen, wird der Tross wie schon in der vergangenen Woche rund um das Spiel bei Slovan Liberec (2:0) zu einem Tagestrip nach Serbien aufbrechen. Hoeneß wird personell sicher wieder kräftig rotieren - trotz aller Ambitionen. Denn nach sieben Partien ohne Sieg in der Liga hat das Punktspiel am Montag gegen den FC Augsburg für die Kraichgauer Priorität.

Bayer kann sich Abwägungen noch nicht leisten. Die Leverkusener möchten bei OGC Nizza den ersten Matchball nutzen und in die Zwischenrunde einziehen. Wie der TSG reicht auch der Werkself ein Punkt. Der Vorsprung auf den Dritten aus Nizza beträgt sechs Zähler. Das Hinspiel hat Bayer deutlich mit 6:2 gewonnen. Und auch die Personalsorgen bei der Mannschaft von Trainer Peter Bosz sind zumindest ein bisschen kleiner geworden: Edmond Tapsoba ist nach Quarantäne nach seinem positiven Coronatest zurück im Mannschaftstraining und eine Option. Und auch Nadiem Amiri ist von seiner Erkrankung genesen.

Fragezeichen stehen allerdings weiterhin hinter Torjäger Lucas Alario (leichte Knieprobleme) und Karim Bellarabi (Oberschenkelprobleme), die beim müden 0:0 in der Bundesliga gegen Hertha BSC am Sonntag kurzfristig gefehlt hatten.

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