Fußball

Protest für die Menschenrechte

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(sid). Erling Haaland riss sich mit entschlossenem Blick die rote Trainingsjacke von seinem wuchtigen Oberkörper und präsentierte stolz seine klare WM-Botschaft: »Menschenrechte - auf und neben dem Platz«, stand in schwarzen Buchstaben auf dem weißen Shirt, das der Wunderknabe und seine Kollegen von der norwegischen Fußball-Nationalmannschaft in Gibraltar pünktlich zu den ersten Klängen ihrer Nationalhymne einem Millionen-Publikum zeigten.

Eine deutliche Ansage an Katar zum Auftakt der Qualifikation für die umstrittene WM 2022 im Wüstenstaat.

»Wir wollen den Fokus auf die Dinge lenken, über die im Vorfeld diskutiert wurde, darauf hatten auch die Jungs große Lust. Und ich gehe als gutes Beispiel voran«, sagte Nationaltrainer Stale Solbakken nach dem lockeren 3:0 (2:0) beim Fußball-Zwerg.

Der Coach hatte bei seinem Debüt ebenso wie alle Ersatzspieler das Shirt getragen, der frühere Kölner Bundesliga-Trainer behielt es während der Partie unter seinem schwarzen Sakko an. Für ihn seien »Sport und Politik miteinander verbunden«, betonte Solbakken. Und der Sport sei in der Lage, »eine Botschaft zu senden«.

Dem Weltverband FIFA, der politische Statements im Rahmen seiner Spiele untersagt, dürfte die vielbeachtete Aktion kaum gefallen haben. Ein Disziplinarverfahren und damit eine Geldstrafe wie in vergleichbaren Fällen werde es aber nicht geben, teilte die FIFA dem TV-Sender NRK etwas überraschend mit.

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