Profisport nicht vom neuen Lockdown betroffen

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(dpa). Zumindest der Profisport darf weitermachen wie zuletzt. Während weite Teile des öffentlichen Lebens in Deutschland ab Mittwoch zum zweiten Mal in diesem Jahr drastisch heruntergefahren werden, wird zum Beispiel die Bundesliga anders als im Frühjahr und trotz Corona-Pandemie planmäßig fortgeführt. Dies geht aus dem Beschluss der Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag hervor, in dem der Profisport nicht explizit erwähnt wird. Auch bei der anschließenden Pressekonferenz waren Handball, Basketball und Eishockey sowie der Fußball herunter bis in die Regionalliga, die seit dem Teil-Lockdown Anfang November ohnehin vor leeren Zuschauerrängen stattfinden, kein Thema.

Vom Sport zunächst immer wieder erhoffte Lockerungen in der Zuschauerfrage sind dementsprechend auch bis mindestens zum 10. Januar vom Tisch, waren angesichts der Gesamtlage aber ohnehin illusorisch. Die Bosse der Fußball-Bundesliga sind trotz riesiger finanzieller Verluste ohne Publikum dankbar, dass auch in der aktuellen Zeit weiter gespielt werden darf. "Wir sind alle froh, dass wir Fußball spielen dürfen", sagte Gladbachs Trainer Marco Rose.

Die Aussagen von Borussia-Manager Max Eberl im ZDF-"Sportstudio", wonach der Sport bislang keine Signale für einen erneuten Stop erhalten habe, bestätigten sich am Sonntag. Dass Kanzlerin Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) den Sport in ihrer Pressekonferenz am Sonntagvormittag mit keinem Wort nannten, war diesmal ein Segen.

Dass die nun schon neun Monate dauernde Krise großen Einfluss auf die Zukunft der Profiligen und Sportvereine nimmt, ist unbestritten. "Das wird massive Spuren in den Bilanzen der Clubs hinterlassen", hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am vergangenen Montag bei der Mitgliederversammlung der 36 Proficlubs vorausgesagt. Neben den Zuschauereinbußen nannte Seifert einen Einbruch der Summen auf dem Transfermarkt sowie rückläufige Sponsorenleistungen als Kern der Corona-Problematik für Proficlubs.

Im Frühjahr war die Fußball-Bundesliga ab Mitte März für mehr als zwei Monate unterbrochen worden, bevor es in leeren Arenen und mit Hygienekonzept weiterging. Andere Sportarten wie Eishockey oder Handball brachen ihre Saison komplett ab und pausierten wesentlich länger. Die Basketballer spielten ein Finalturnier in einer Blase. Seit dem Teil-Lockdown Anfang November sind in Deutschland nicht nur Zuschauer beim Profisport untersagt, sondern auch der gesamte Amateur- und Juniorensport. Auch dies gilt zunächst unverändert weiter bis zum 10. Januar.

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