Franziska Preuß auf dem Weg zu Platz vier, das Podest in Hochfilzen verpasst sie nur um 0,5 Sekunden. FOTO: DPA
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Franziska Preuß auf dem Weg zu Platz vier, das Podest in Hochfilzen verpasst sie nur um 0,5 Sekunden. FOTO: DPA

Preuß starke Vierte

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(sid). Während Franziska Preuß schnell über ihren fehlenden Wimpernschlag aufs Podest lachen konnte, bekam Denise Herrmann die Fragezeichen nicht mehr aus dem Gesicht. Drei Fehler und eine für ihre Verhältnisse erneut schwache Laufleistung ließen die eigentliche deutsche Vorzeigebiathletin ratlos zurück. Mit Rang 23 (+1:22,0) im Sprint von Hochfilzen verpasste die 31-Jährige im siebten Einzelrennen der Saison bereits zum vierten Mal die Top 20 - der Zug im Gesamtweltcup droht schon früh ohne sie abzufahren.

"Rein körperlich habe ich mich eigentlich gut gefühlt. Ich bin den Wettkampf ganz passiv angegangen, hatte frische Beine", rätselte Herrmann nach dem Sprint über 7,5 km in der ARD: "Anscheinend bin ich dieses Jahr fünf Prozent schlechter geworden. Keine Ahnung, woran es liegt, es hat sich eigentlich nicht so schlecht angefühlt." Dazu kamen die erneuten Probleme am Schießstand in Hochfilzen, mit dem sie schon in der Vorwoche bei den Plätzen 32 und 25 nicht klar kam.

Dafür entwickelt Franziska Preuß so langsam eine kleine Liebesbeziehung zur Strecke in Tirol. Die 26-Jährige mausert sich immer mehr zur Nummer eins im deutschen Team. Nach Platz drei im Sprint der Vorwoche an gleicher Stelle fehlten ihr nun als Vierte mit einem Schießfehler lediglich 0,5 Sekunden auf den zweiten Podestplatz des Winters. "Es ist so eng, ein bisschen ärgert es mich schon, dass ich um 0,5 Sekunden am Podest vorbei bin", sagte die Ruhpoldingerin.

Doch insgesamt sei sie schon "sehr froh über den vierten Platz. So eine Platzierung ist nicht einfach zu kriegen" - vor allem angesichts der Dominanz der Norwegerinnen. Nach dem Vierfachsieg der Männer feierten die Frauen mit Siegerin Tiril Eckhoff (1 Fehler/19:38,0 Minuten) sowie Ingrid Landmark Tandrevold (0/+7,6) und Marte Olsbu Röiseland (1/+24,6) einen Dreifachsieg. Janina Hettich (+58,5) holte sich mit fehlerfreiem Schießen als 13. den zweiten Teil der WM-Norm und erreichte damit schon vor Weihnachten ihr "großes Ziel". Vanessa Hinz (1/+1:24,8) und Maren Hammerschmidt (1/+1:28,3) liefen auf die Plätze 26 und 28.

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