Franziska Preuß auf dem Weg auf das Podest.		FOTO: AFP
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Franziska Preuß auf dem Weg auf das Podest. FOTO: AFP

Preuß meldet sich als Dritte zurück

(sid). Vor einem Jahr noch am Boden zerstört, jetzt überglücklich auf dem Podium: Nach dem historischen Debakel im vergangenen Winter stürmte Franziska Preuß beim Weltcup-Sprint von Hochfilzen auf einen tollen dritten Platz und sorgte bei den deutschen Biathletinnen für Wiedergutmachung. Benedikt Doll und Erik Lesser rundeten in Abwesenheit von Arnd Peiffer mit den Rängen acht und zehn im Sprint über 10 km das gute deutsche Ergebnis ab.

»Ich bin total zufrieden und stolz, dass ich es so rübergebracht habe. Es war ein richtig cooles Rennen. Ich habe gemerkt, dass ich einen richtig guten Speed draufhatte. Ich hoffe, dass es so weitergeht«, sagte die 26 Jahre alte Preuß nach ihrer beachtlichen Vorstellung über die 7,5 km strahlend.

Nach einem Schießfehler fehlten Preuß bei der achten Podestplatzierung ihrer Karriere nur 9,9 Sekunden auf die fehlerfreie Überraschungssiegerin Dsinara Alimbekawa aus Belarus, die ihren ersten Weltcup gewann. Der Rückstand zur Zweiten Tiril Eckhoff aus Norwegen (1) betrug gerade einmal 1,4 Sekunden.

»Es war ein super Rennen von Franzi«, lobte DSV-Trainer Kristian Mehringer. »Echt cool von Franzi«, sagte auch Teamkollegin Denise Herrmann anerkennend. Für den Verfolger über 10 km am Sonntag (11.45 Uhr/ZDF) verschaffte sich Preuß somit eine glänzende Ausgangsposition.

Im Gegensatz zu Herrmann, die wie im Vorjahr (»Das könnte meine Oma besser«) mit ihrer Leistung beim Sprint haderte. Vor zwölf Monaten war sie beim Tiefpunkt der DSV-Biathletinnen als 41. beste Deutsche - diesmal reichte es nach drei Schießfehlern auch nur zu Rang 32. »Ich bin ein bisschen ratlos. Auch meine Beine sind nicht so frisch«, sagte die 31-Jährige enttäuscht. Es sei »ein bisschen der Wurm drin. So richtig rund läuft es einfach nicht«.

Dafür überzeugte Janina Hettich. Die 24-Jährige belegte nach einer fehlerfreien Schießleistung einen starken zwölften Rang. »Das ist echt toll und freut mich sehr«, sagte Hettich nach ihrem besten Karriereresultat.

Ähnlich äußerte sich Doll, der sich wie Lesser einen Schießfehler leistete. »Ich bin auf jeden Fall zufrieden, das war ein hartes Stück Arbeit«, sagte er. »Wir schießen leider immer noch das eine oder andere Fehlerchen zu viel, aber darauf lässt sich aufbauen«, ergänzte Bundestrainer Mark Kirchner mit Blick auf die Verfolgung über 12,5 km am Samstag (14.45 Uhr).

Seinen Premierensieg feierte nach fehlerfreier Schießleistung der Norweger Johannes Dale. Peiffer hatte seine Teilnahme kurzfristig aus persönlichen Gründen abgesagt. Der 33-Jährige, zuletzt Zweiter im Sprint in Kontiolahti, war am Freitag aus Hochfilzen abgereist. Ob er am Sonntag (14.00 Uhr) in der Staffel zur Verfügung steht, ist offen.

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