DOSB

Präsident Hörmann zieht sich zurück

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(sid). Präsident Alfons Hörmann tritt in der Führungskrise des DOSB zurück und macht den Weg für Neuwahlen im Dezember frei. Der 60-Jährige wird sich wie auch Vizepräsident Kaweh Niroomand auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes nicht mehr zur Wahl stellen. Seine Amtszeit endet somit nach acht Jahren.

Mit der Ankündigung von Neuwahlen hält sich der Dachverband des deutschen Sports nun doch an die Empfehlungen der Ethikkommission, die in der Briefaffäre um Hörmann dazu geraten hatte.

Zunächst hatte der DOSB eine Vertrauensabstimmung über die Präsidiumsmitglieder im September ins Auge gefasst und war dafür von Athleten, aus der Politik und von den Landessportbünden kritisiert worden. Nun kam es zur Wende. Zuletzt hatte sich schon angedeutet, dass der DOSB zum Einlenken bereit ist und erneut über die Empfehlungen der Ethikkommission beraten wollte.

Ob die vier weiteren Vizepräsidenten sich erneut zur Wahl stellen, werden diese zu gegebener Zeit bekanntgeben, hieß es weiter. Das Präsidium werde in den kommenden Monaten einen geordneten Übergang vorbereiten und alles dafür tun, die Athleten bestmöglich bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio zu unterstützen. Offen blieb, ob Hörmann als Delegationsleiter das deutsche Team mit nach Tokio begleiten wird.

Anonymer Brief

Die Führungskrise war durch einen anonymen Brief, der vermutlich aus der Belegschaft des Verbandes stammt, an die Öffentlichkeit gelangt. Der oder die Autoren erhoben in dem Schreiben explizite Vorwürfe gegen Hörmann wegen mangelnder Führungsqualitäten (»Kultur der Angst«). In dem Brief ist von fehlendem Respekt und Fairplay gegenüber Verbandsangestellten die Rede.

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