Perspektivelf überraschend abgeklärt

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(dpa). Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat beim Algarve-Cup nach einer Rundum-Rotation mit einer Perspektivelf das Endspiel erreicht. Die auf sämtlichen Positionen in der Startformation im Vergleich zum 1:0-Auftaktsieg gegen Schweden veränderte Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes bezwang am Samstag im Estádio Municipal von Lagos Titelverteidiger Norwegen mit 4:0 (2:0).

Damit trifft das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im Finale am Mittwoch (19.45 Uhr) auf Italien, das sich gegen Neuseeland ebenfalls deutlich mit 3:0 (1:0) durchsetzte. Die Tore für das deutsche Team erzielten Lea Schüller von der SGS Essen (21.), die Potsdamerin Johanna Elsig (26.), Ingrid Engen per Eigentor (60.) und die als Spielführerin aufgebotene Marina Hegering aus Essen (71.). "Wir haben heute viele gute Dinge gesehen. Das hat Spaß gemacht", sagte Voss-Tecklenburg. "Es ist toll, dass wir viele Optionen haben."

Die 52-Jährige hatte ihr Team tatsächlich wie angekündigt einem Komplettumbau unterzogen. Dzsenifer Marozsán vom Champions-League-Sieger Olympique Lyon und die 18 Jahre alte Abwehrchefin Lena Oberdorf von der SGS Essen saßen zur Schonung nur auf der Tribüne. Dafür bestritten Nachwuchshoffnungen wie Sophia Kleinherne (1. FFC Frankfurt) oder Sydney Lohmann (Bayern München/beide 19 Jahre alt) ihre jeweils zweiten Länderspiele. Die anfängliche Nervosität legte die deutsche Elf aber schnell ab. Als Kleinherne den Ball in der eigenen Hälfte zu nahe am eigenen Strafraum fair ins Aus spielte, weil eine Norwegerin am Boden lag, rief Voss-Tecklenburg an der Seitenlinie: "Leute, hey, nach vorne raus."

Schüller hatte es bereits in der achten Minute mit einem Heber versucht, der aber über das Tor ging. Wenig später war Norwegens Torhüterin Cecile Fiskerstrand aber nach einem langen Ball von Lena Lattwein und dem Abschluss der Essenerin Schüller ohne Abwehrchance. "Sie können Argumente für sich sammeln. Das sind die Spiele, in denen wir was sehen wollen für die Zukunft", hatte Voss-Tecklenburg gesagt.

Als Bayern-Spielerin Linda Dallmann mit einem Solo über den halben Platz einen Eckball herausholte und Engen diesen ins eigene Tor lenkte, war die Vorentscheidung gefallen.

Deutschland: Benkarth (München) - Maier (Arsenal), Lattwein (Hoffenheim), Elsig (Potsdam), Kleinherne (Frankfurt) - Hegering (Essen), Lohmann (München) - Dallmann (München - 73. Freigang/Frankfurt) - Petermann (Montpellier - 65. Bremer/ManCity), Rauch (Wolfsburg - 65. Knaak/ Essen) - Schüller (Essen).

Im Stenogramm: Schiedsrichterin: Olga Zadinova (Tschechien). - Zuschauer: 300. - Tore: 1:0 Schüller (21.), 2:0 Elsig (26.), 3:0 Engen (60./Eigentor), 4:0 Hegering (71.).

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