Perfekter Einstand

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(sid). Alexander Zverev kämpfte leidenschaftlich, schimpfte mit dem Hawkeye, war in bester Spiellaune - zum Sieg im deutschen Tennis-Gipfel reichte es aber nicht: Deutschlands bester Einzelspieler hat gegen Deutschlands bestes Doppel eine knappe Niederlage kassiert. Mit seinem Bruder Mischa musste sich der US-Open-Finalist im Viertelfinale des ATP-Turniers in Köln den French-Open-Siegern Kevin Krawietz und Andreas Mies 4:6, 5:7 geschlagen geben.

Nach 82 umkämpften Minuten war den favorisierten "Kramies" die Erleichterung deutlich anzumerken. "Man muss immer aufpassen, Sascha und Mischa sind beides super Spieler", sagte Krawietz.

Für Unmut sorgte bei den Zverev-Brüdern das vollautomatische Linienrichter-System, das ihrer Meinung nach Ende des ersten Satzes zweimal falsch lag. "Da war aber alles korrekt", meinte Mies,

Krawietz (Coburg) und der Kölner Lokalmatador Mies bestritten ihr erstes Match nach der grandiosen Titelverteidigung in Roland Garros.

Der Kölner Gipfel fand praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt: "Normalsterbliche" Zuschauer sind beim zweiten Teil der Doppel-Veranstaltung aufgrund der hohen Infektionsraten in der Domstadt nicht zugelassen, "Zverev-Kramies" war zudem am Donnerstag auf dem Nebenplatz angesetzt.

Mies war dennoch angetan. "Hier geht ein Traum für mich in Erfüllung. Als Kind habe ich hier Eishockey gesehen, war bei einem Klitschko-Kampf - ich wollte immer hier spielen. Die Zuschauer stelle ich mir einfach vor", sagte der 30-Jährige, der heute auf die brasilianisch-polnischen Ex-Wimbledonsieger Marcelo Melo/Lukasz Kubot oder Marcus Daniell/Philipp Oswald (Neuseeland/Österreich) trifft.

Wie in der Vorwoche ist Zverev einziger Deutscher im Viertelfinale. Oscar Otte (Köln) und Jan-Lennard Struff (Warstein) schieden aus. Struff verlor gegen den Japaner Yoshihito Nishioka 6:2, 3:6, 6:7 (3:7), Otte gegen Diego Schwartzman (Argentinien) 3:6, 2:6.

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