Alexander Zverev muss mehr als eine Schippe drauflegen, wenn er am Freitag den Weltranglistenersten Novak Djokovic schlagen will. FOTO: AFP
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Alexander Zverev muss mehr als eine Schippe drauflegen, wenn er am Freitag den Weltranglistenersten Novak Djokovic schlagen will. FOTO: AFP

Das perfekte Spiel muss es sein

  • vonSID
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Showdown bei den ATP Finals: Im direkten Duell mit Novak Djokovic kämpft Alexander Zverev um einen Platz im Halbfinale. Der Deutsche wird sich aber gehörig steigern müssen.

Siegen oder fliegen, alles oder nichts - und das gegen die Nummer eins der Welt: Vor dem ultimativen Showdown bei den ATP Finals war sich Alexander Zverev seiner gewaltigen Aufgabe natürlich bewusst. "Es ist das schwierigste Match, das man hier überhaupt haben kann", sagte der Hamburger mit Blick auf das Endspiel ums Halbfinale gegen Superstar Novak Djokovic. Der Fall ist klar: Wer das abschließende Gruppenspiel gewinnt, erreicht die K.-o.-Runde und darf in London weiter um den Titel spielen - für den Verlierer ist die Saison beendet.

Dass er sich gegen den Weltranglistenersten am Freitag (15 Uhr MEZ/Sky) aber gehörig steigern muss, weiß Zverev ebenso. "Ich spiele immer noch nicht mein bestes Tennis", sagte der deutsche Spitzenspieler nach dem glanzlosen und mühsamen Dreisatzsieg gegen Diego Schwartzman: "Aber das muss ich bis Freitag schaffen, weil ich sonst gegen Novak keine Chance habe." Und so schuftete Zverev am Donnerstagmittag mit Coach David Ferrer auf Trainingsplatz 2 und feilte am perfekten Spiel gegen Djokovic.

Schon am Abend zuvor hatte Ferrer den Serben bei der klaren Niederlage gegen Daniil Medwedew beobachtet und eifrig Notizen gemacht - in dem kleinen schwarzen Büchlein des Spaniers dürfte viel Erbauliches für das Gruppenfinale am Freitag stehen. Denn Djokovic, das wurde mehr als deutlich, ist in London ebenfalls noch nicht auf der Höhe seines Könnens und verwundbar. Und sowieso hat Zverev an den 17-maligen Grand-Slam-Champion, der das Saisonfinale der Jahresbesten schon fünfmal gewonnen hat, ganz gute Erinnerungen.

Vor zwei Jahren hatte er an gleicher Stelle mit dem Titel bei den ATP Finals den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert - und im Endspiel eben jenen Djokovic geschlagen. In bislang fünf Duellen mit dem Branchenprimus ging Zverev zweimal als Sieger vom Court, er kennt den Serben bestens. "Ich habe gegen Novak noch nie ein enges Match gehabt", sagte Zverev: "Deswegen ist der Start wichtig, du musst mit sehr viel Druck anfangen."

Soll es mit dem Halbfinale gegen US-Open-Champion Dominic Thiem klappen, muss Zverev aber vor allem Konstanz in sein Spiel bringen. Gegen Schwartzman kam er nur selten auf sein gewohntes Niveau, leistete sich viele einfache Fehler - auch wenn dies immer noch eine Steigerung zur Auftaktpleite gegen Medwedew war. "Ich habe schon Anfang der Woche gesagt, dass ich mich in jedem Match steigern werde", erklärte Zverev: "Nach der kleinen Oberschenkelverletzung in Paris musste ich mich etwas erholen und den Rhythmus finden."

Auf die Unruhe in seinem Privatleben wollte Zverev die zwischenzeitlichen Unkonzentriertheiten aber nicht schieben. Mit den Gewalt-Vorwürfen seiner Ex-Freundin gehe er um "wie in den vergangenen Wochen auch. Nichts hat sich geändert", sagte der 23-Jährige und betonte: "Ich bin hier, um Tennis zu spielen. Und ich muss am Freitag einfach wieder meinen Job machen."

Halbfinale verpasst

Die zweimaligen French-Open-Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies haben das Halbfinale bei den ATP Finals verpasst. Das Doppel aus Coburg und Köln unterlag im entscheidenden Vorrundenmatch in London Rajeev Ram (USA) und Joe Salisbury (Großbritannien) mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 4:10. Auch 2019 waren Krawietz/Mies in der Gruppenphase gescheitert.

Der erste Durchgang war hart umkämpft. Krawietz/Mies vergaben zwei Satzbälle beim Stand von 5:4 und zeigten im Tiebreak Nerven. Auch der zweite Satz bot Hochspannung, dieses Mal mit dem besseren Ende für die deutschen Davis-Cup-Spieler, die dann aber im Match-Tiebreak doch noch den Kürzeren zogen.

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