Pechstein kämpft sich wacker durch

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(sid). Claudia Pechstein stützte die Hände auf die Oberschenkel, erschöpft glitt sie nach dem Zieleinlauf über das Eis: Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin hatte ihren anhaltenden Rückenproblemen zum Abschluss der Einzelstrecken-WM in Heerenveen ein letztes Mal getrotzt und mit dem zehnten Platz auf ihrer Paradestrecke ein weiteres Top-10-Resultat erreicht.

Am Sonntag beendete die 48-Jährige, die vor 25 Jahren in Hamar erste Einzelstrecken-Weltmeisterin über den »langen Kanten« geworden war, ihren Lauf in 7:09,172 Minuten. Mit der Entscheidung hatte Pechstein erwartungsgemäß nichts zu tun. Gold ging an die Niederländerin Irene Schouten (6:48,537).

Pechstein trat auf ihrer Paradestrecke im sechsten und letzten Paar gegen die Kanadierin Isabelle Weidemann an. Die 25-Jährige zog früh davon, Pechstein lief ihr eigenes, konstantes Rennen mit Rundenzeiten um 34 Sekunden. »Dass es mit dem Rücken durch die Wettkämpfe nicht besser wird, ist logisch. Eine Einschränkung war immer da«, sagte Bundestrainer Helge Jasch: »Sie hat sich durchgekämpft.«

Auf einen Einsatz auf ihrer Nebenstrecke 3000 m am Donnerstag verzichtete sie, in der Teamverfolgung verlor sie zum Ende des Laufs den Anschluss. Im Massenstart wurde Pechstein Neunte.

Ohne Medaille beendete Patrick Beckert die WM. Der Erfurter verpasste über 10 000 m in 13:12,277 Minuten die Podestplätze. »Es hat ein bisschen die Wettkampfhärte gefehlt, gerade über 10 000 m«, sagte Beckert, der den Blick bereits in Richtung Olympia 2022 in Peking richtete: »Wichtig ist es, im nächsten Jahr vorne zu sein.«

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