Eintracht-Trainer Adi Hütter (l.) und sein Salzburger Kollege Jesse Marsch sehen sich heute Abend schon wieder. FOTO: DPA
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Eintracht-Trainer Adi Hütter (l.) und sein Salzburger Kollege Jesse Marsch sehen sich heute Abend schon wieder. FOTO: DPA

Orkan: Eintracht spielt erst heute

  • vonred Redaktion
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(dur/kil). Schon Stunden vor dem dann letztlich abgesagten Europa-League-Spiel in Salzburg hatte sich so mancher Frankfurter Fan über die allenthalben von diversen Wetterdiensten am Morgen verbreiteten Sturmwarnungen in Bayern und im Salzburger Land lustig gemacht. "Mit Sturmproblemen kennen wir uns bei Eintracht Frankfurt bestens aus. Das sollte uns zum Vorteil gereichen", postete einer und spielte damit spöttisch auf die Schwierigkeiten des Fußball-Bundesligisten im Angriff an, wo der Portugiese Goncalo Paciencia in einer Krise steckt und der Niederländer Bas Dost ständig verletzt ist.

Doch die Eintracht-Fans hatten ihre Rechnung ohne "Bianca" gemacht, das Orkantief, das am Donnerstagnachmittag von Osten her erst über Bayern hinwegzog und dann auch später am Abend im Salzburger Land wütete. Mit gravierenden Folgen: Weil eine "sichere Abreise und ein sicherer Aufenthalt am Stadiongelände im Großraum Salzburg" nicht mehr gewährleistet wäre, hatten die örtlichen Sicherheitsbehörden die für gestern um 21 Uhr angesetzte Partie zwischen dem FC Salzburg und Eintracht Frankfurt abgesagt und auf den nächsten Tag verschoben, Anstoß ist nun am heutigen Freitag um 18 Uhr. RTL Nitro überträgt die Begegnung live. Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

Für den Donnerstagabend hatten die Wetterdienste eine Orkanwarnung herausgegeben und Böen mit Spitzenwerten von 120 Kilometern in der Stunde vorausgesagt. Das Tief "Bianca" war in Salzburg bereits der vierte schwere Sturm in diesem Februar. "Diese Entscheidung musste im Rahmen einer Krisensitzung, bei der neben der UEFA auch Vertreter der beiden Klubs, die lokalen Behörden sowie die Polizei Salzburg dabei waren, durch die örtlichen Sicherheitsbehörden getroffen werden", teilte die Eintracht am Donnerstagnachmittag mit. Zu diesem frühen Zeitpunkt freilich war der Sturm noch weit weg.

Der Nachholtermin heute ist wohl das kleinste Übel, weil es ohnehin Terminprobleme gibt, denn der Zeitplan von Eintracht Frankfurt ist eng getaktet. Am Sonntag sollen die Hessen um 18 Uhr bereits in der Bundesliga bei Werder Bremen. Die DFL prüft aber eine Verlegung. Im Austausch mit beiden Clubs will der Verband "trotz großer Termin-Enge bis zum Saisonende" mögliche Alternativen prüfen. Eine Entscheidung über eine Neuansetzung soll am Freitag fallen.

Am kommenden Mittwoch steht im Frankfurter Stadion zudem das DFB-Pokalspiel im Viertelfinale an, ebenfalls gegen Bremen, und am 12. März ist die nächste Runde in der Europa League geplant. Angesichts eines 4:1 im Hinspiel ein durchaus erreichbares Ziel für die Eintracht. Die Auslosung für das Achtelfinale findet im Übrigen bereits heute um 13 Uhr in Nyon statt.

Die rund 5000 Frankfurter Fans, die mit dem Auto, dem Zug oder dem Flugzeug nach Salzburg gekommen waren, sind von der Absage auch überrascht worden. Auch vielen von ihnen bereitete die Verlegung das eine oder andere logistische Problem.

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