Olympia-Traum beginnt in Vechta

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(sid). Der Weg nach Tokio wird hart und steinig, da macht sich Henrik Rödl keine Illusionen - und zusätzliches Gepäck kann der Basketball-Bundestrainer dabei schon gar nicht gebrauchen. Den Druck, der seit dem WM-Debakel auf den Schultern der deutschen Nationalspieler lastet, muss Rödl seinem Team möglichst schnell nehmen. Nur dann wird sich der Traum von den Olympischen Spielen in der japanischen Hauptstadt erfüllen.

Begonnen hat diese Reise schon in dieser Woche. In Vechta, diesem basketballverrückten 30 000-Seelen-Städtchen in Niedersachsen, steigt am Freitag (20 Uhr/MagentaSport) das erste Pflichtspiel des Jahres, die bedeutungslose EM-Qualifikation gegen den WM-Dritten Frankreich. Unwichtig deshalb, weil Deutschland als Co-Gastgeber der Europameisterschaft 2021 schon ein Ticket hat. Aber das Ganze ist auch ein Startschuss, ein Neubeginn.

"Ich habe das Gefühl, dass wir da etwas gutzumachen haben", sagte Rödl im Interview. Natürlich meint er die WM in China, die im Spätsommer mit dem 18. Platz blamabel geendet war. "Es ist abgehakt, aber nicht vergessen", so der Coach, der vor einer schwierigen Aufgabe steht. Er muss das Team neu aufstellen, aufrichten und bestenfalls erfolgreich durch das Olympia-Qualifikationsturnier in Split/Kroatien (23. bis 28. Juni) führen.

Das Werkeln an diesem Großprojekt startet schon jetzt. Die Quali-Spiele in Vechta und drei Tage später in Newcastle gegen Großbritannien (21 Uhr/MagentaSport) stehen ganz im Zeichen der Talententwicklung. Angeleitet von Robin Benzing und Maik Zirbes sollen die Jungen zeigen, was sie draufhaben. Insgesamt stehen fünf mögliche Debütanten im 14-köpfigen Aufgebot, NBA- und EuroLeague-Spieler wurden nicht abgestellt. "Weil aber der Kader im Sommer ganz anders sein wird, ist es auch kein richtiger Testlauf", stellte Rödl klar.

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