Ohne weitere Worte

Ein Abschied - nur aus dem Rampenlicht (...)Hoeneß wird wissen, wie er das moderiert und steuert, künftig dann wohl lieber aus dem Hintergrund. (...) Mit dem Freund Hainer (...) wird er jemanden auf seinem alten Posten wissen, der (...) nie gegen den alten Patriarchen und dessen Prinzipien arbeiten würde. Beide verbindet eine fast lebenslange Leidenschaft für den Fußball und den FC Bayern. (Christian Eichler in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

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Der Patron (...) wird Aufsicht darüber führen, ob die Weichen im Klub so befahren werden, wie er sie gestellt hat. Jene Weiche (...), über die in Kürze Oliver Kahn (...) einrücken wird. (...) Kahn wird Karl-Heinz Rummenigge spätestens Ende 2021 als Vorstandschef beerben. Eine Personalie mit akuter Knarz- und Knirschgefahr, denn von Rummenigge kam sie nicht. Er nahm sie nur zur Kenntnis. (Klaus Hoeltzenbein in der Süddeutschen Zeitung)

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Warum (...) die öffentlich-rechtlichen Sender weiterhin eine Gebührenerhöhung verlangen können und müssen, nachdem sie im Fußballgeschäft keine Rolle mehr spielen, dürfen sie einem gerne mal erklären. (...) ARD und ZDF präsentieren sich (...) wie ein Erstligaabsteiger, der noch immer einen viel zu großen Kader und zu hohe Gehälter hat. So eine Art HSV des Fußballfernsehens. (Peter Körte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung)

"Manche Zeitungen benoten die Leistungen von Spielern. Welche Bedeutung hatten Noten für Sie als Profi? - "Gar keine." - Im Ernst? - "Wenn wir Profis etwas beurteilen können, dann die Leistung jedes Mitspielers. (...) Manchmal haben wir uns den Spaß gemacht und eigene Noten vergeben. Kein einziges Mal waren diese (...) identisch mit denen im Kickeroder in der Bild." (Philipp Lahm im Zeit-Interview)

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"In Köln (...) gab es einen Handballspieler, mit dem ich mich angefreundet habe. Er hat damals in der Champions League gespielt, und wir haben aus Interesse unsere Gagen verglichen. Er hat mich daraufhin angeschaut und gesagt: ›Thomas, warum machst du das überhaupt?‹" (Thomas Seitel, Akrobat und ehemaliger Bundesliga-Turner, im Interview des Zeit-Magazins)

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Er (Anm.: SPD-MdB Uwe Schmidt)erzählt, wie einmal ein junger Deutschtürke zu ihm als Betriebsrat kam und sich beschwerte, er werde gemobbt, weil er Ausländer sei. "Nee, du bist kein Ausländer. Du bist ein Arschloch", habe er ihm geantwortet und dem Kollegen erst mal ein paar Dinge erklärt, zum Beispiel, dass eine Kollegin keine "Nutte" sei, bloß weil sie aus Polen stamme. (Alexander Smoltczyk im Spiegel)

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Es ist (...) ebenso dumm, technische, ästhetische, juristische Innovationen generell zu bejubeln, wie alles in Bausch und Bogen zu verdammen. (...) Hier greift die Faustregel des Philosophen Odo Marquard: Neues nur dann einführen, wenn gründlich belegbar ist, dass das Alte schlechter ist. (...) Blinder Fortschritt ist allemal verdächtiger als hellsichtiger Stillstand. (aus einem Welt-Essay von Dirk Schümer zum Thema "Was ist heute konservativ?")

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Man leistet sich die Festspiele als putziges Kuriosum, so wie man auch den Panda zu retten versucht (...), obwohl er doch ein Irrtum der Natur ist, wie er sich mit seinem Nur-Bambus-Speiseplan in eine evolutionäre Sackgasse manövriert hat. (Albrecht Selge in der FAS über die "Nur-Wagner-Festspiele" in Bayreuth)

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"Ich werde nie den Moment vergessen, als Helene auf der Tour das erste Mal Hessisch geschwätzt hat, (...) und ich habe gesagt: ›Woher kannst du denn Hessisch babbele?‹ - ›Isch komm daher.‹ Da ist mir das Herz aufgegangen." (Seitel über seine ebenfalls in Rheinhessen aufgewachsene Freundin H. Fischer/Interviewer: Christoph Amend aus Langgöns in Mittelhessen)

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Gerda: Erzähl mir mal von dir. Du bist ja Pilot. Bist du hauptberuflich Pilot? - Daniel: Ehm, ja! - Gerda: Und was fliegst du? - Daniel: Gleitschirm. - Gerda: (Schweigt).(...) - Daniel: Indem, dass ich Tandem fliege mit Passagieren, also. (...) - Gerda: Okay, ich dachte, du bist ein richtiger Pilot. - Daniel: (Schweigt) (Dialog aus der "Bachelorette-Show", aufgezeichnet in der FAS)

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Die Benutzung unseres Toilettenwagens ist selbstverständlich kostenfrei. Wir wünschen viel Vergnügen! (Schild am Toilettenwagen von Circus Roncalli in Hamburg / aus dem "Hohlspiegel" im Spiegel) (gw)

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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog "Sport, Gott & die Welt" / Mail: gw@anstoss-gw.de)

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