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Groß ist die Freude bei Sebastian Rode (r.) und Daichi Kamada nach dem 2:1-Sieg vor der Länderspiel-Pause bei der Spvgg. Greuther Fürth. Am Sonntag in Freiburg dürfte es ungleich schwerer werden, einen Dreier zu landen.

Ohne Paciência in Freiburg

Der späte Sieg in Fürth war eine Befreiung - doch Frankfurt will bis Weihnachten noch viele weitere Punkte holen. In Sachen Corona gibt es von Chefcoach Glasner ein klares Plädoyer.

Als es um das Thema Corona ging, äußerte sich Oliver Glasner ganz deutlich. Der Trainer von Eintracht Frankfurt habe in dieser Woche bereits seine dritte Impfung erhalten. »Ich bin Befürworter und Fan der Impfung. Alles deutet darauf hin, dass der einzige Ausweg aus der Pandemie eine hohe Impfquote in der Bevölkerung ist«, sagte Glasner am Freitag bei der Pressekonferenz vor dem Gastspiel beim SC Freiburg, das am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) stattfindet. Angesichts stark steigender Infektionszahlen und einer immer ernsteren Lage könnte die Pandemie auch bald wieder größeren Einfluss auf den Profifußball nehmen.

In der Debatte um 2G im Fußball ist das rund um die Schalte von Bund und Ländern am Donnerstag sogar schon so. Glasner bezog sich auf Experten und sprach sich dafür aus, das Ziel von 90 Prozent an Geimpften anzustreben. »Ob jetzt die Fußballprofis der Ausschlag sind, dass wir diese Quote erreichen«, wisse er nicht. Falls es eine Impfpflicht geben sollte, wäre er dafür, dies konsequent umzusetzen. »Einzelne Berufssparten einfach mal so herauszupiksen, halte ich nicht für sinnvoll«, sagte der 47 Jahre alte Glasner.

Nachdem Bayern die Kapazitäten bei Sportveranstaltungen pandemiebedingt wieder stark eingeschränkt hat, bleibt abzuwarten, wie es bei der Eintracht weitergeht. Dort sind für die nächsten Heimspiele jeweils 40 000 Fans angepeilt. Für den »richtig tollen Fight«, den Glasner bei Spitzenclub Freiburg erwartet, spielen Limitierungen und Einschränkungen aber noch keine zentrale Rolle.

Personell muss der Traditionsverein aus Hessen auch beim Gastspiel beim Sport-Club auf Stürmer Gonçalo Paciência verzichten. Der 27 Jahre alte Portugiese leidet an einer Muskelverletzung und wird nach dem Fehlen am Sonntag frühestens in der Europa League am kommenden Donnerstag gegen Antwerpen zum Einsatz kommen, wie Glasner erklärte. Bei Christopher Lenz werde es noch etwas länger dauern. Kapitän Sebastian Rode könnte derweil wieder als Joker ins Spiel beim Topteam aus Freiburg kommen. »Ich bin froh, wenn Sebastian mit dabei ist. Er tut der Mannschaft mit seiner Erfahrung gut«, sagte Glasner.

Mit Ausnahme der fehlenden Paciência und Lenz sehe es aber ordentlich aus. Weder auf den zahlreichen Länderspielreisen noch in der Heimat habe es neue Verletzte oder Ausfälle gegeben, schilderte der Coach. »Wir haben viele fitte Spieler.« Man habe die letzten Spiele im Großen und Ganzen positiv bestritten, »aber das ist gar nicht unsere Gefühlslage momentan«, sagte Glasner. Die Eintracht hat von elf Saisonspielen erst zwei gewonnen - und dies in allerletzter Minute.

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