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Jubel über den sechsten Streich: Nach Meisterschaft, DFB-Pokalsieg, Champions-League-Sieg, Super Cup und DFL-Supercup gewinnt der FC Bayern München am Donnerstagabend auch die Klub-WM in Katar - mehr geht nicht in einer Saison!

Ohne Müller zum Titel-Sixpack

  • vonDPA
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Die Bayern sind jetzt auch noch Club-Weltmeister. Im Finale von Katar besiegen Hansi Flicks Allesgewinner den mexikanischen Außenseiter Tigres ohne den positiv getesteten Thomas Müller mit 1:0. Torjäger Lewandowski spricht von »großer Geschichte«. Benjamin Pavard macht mit seinem Tor das Sixpack voll.

Jubelnd fielen sich die neuen Club-Weltmeister in die Arme, bevor Kapitän Manuel Neuer aus der Hand von FIFA-Präsident Gianni Infantino die nächste Trophäe in Empfang nehmen konnte. Auf dem Siegerpodest tanzten die Fußballprofis des FC Bayern München in der Corona-Pandemie mit Masken. Das passte zur Aufregung um Thomas Müller am Spieltag.

Denn trotz Corona-Aufregung um den Vize-Kapitän konnte der FC Bayern seine historische Sechs-Titel-Sammlung am Donnerstag komplettieren. Die Münchner Allesgewinner besiegten in Katar den Herausforderer Tigres UANL aus Mexiko auch ohne den zuvor positiv getesteten Antreiber Müller mit 1:0 (0:0). Es war ein zähes Stück Arbeit, das Frankreichs Weltmeister Benjamin Pavard in der 59. Minute mit einem erst nach Videobeweis anerkannten Abstauber-Tor zum Erfolg führte.

»Jetzt haben wir das Sixpack, das ist eine große Geschichte«, sagte Robert Lewandowski. Der Weltfußballer erwähnte auch den fehlenden Müller, der sich nach einem positiven Corona-Test vom Team isolieren musste und nicht im Stadion sein durfte: »Schade, dass Thomas nicht dabei sein konnte. Ich hoffe, dass er schnell zurück ist.«

Nach dem Abpfiff konnten Trainer Hansi Flick und seine Spieler vor rund 7000 Zuschauern im Education-City-Stadion ihr Gesamtwerk bejubeln - aber nur kurz. Noch in der Nacht wollte der Bayern-Tross zurück nach ins winterliche München reisen. »Im Flug kann man es ein bisschen genießen«, bemerkte Lewandowski zur Feier über den Wolken. Sechs Titel in einer Saison - das hatte zuvor nur der FC Barcelona mit Weltstar Lionel Messi und Trainer Pep Guardiola 2009 geschafft.

Das krönende Bayern-Finale war fußballerisch kein Kunstwerk. Der Champions-League-Sieger gewann aber absolut verdient zum zweiten Mal nach 2013 in Marokko die Club-WM. Bei der spielentscheidenden Szene konnten die Münchner erst nach der Video-Überprüfung des Treffers jubeln: Nach Flanke von Joshua Kimmich konnte der herausstürzende Tigres-Schlussmann Nahuel Guzman den Kopfball von Lewandowski nur vor die Füße von Pavard abwehren. Der Außenverteidiger traf locker ins leere Tor. Der Schiedsrichter wähnte Lewandowski vorher im Abseits, aber die Videobilder bewiesen das Gegenteil. Vor der Pause war ein Treffer von Kimmich nach Studium der TV-Aufnahme aberkannt worden, weil Lewandowski im Abseits in der Flugbahn des Balles stand.

Thomas Müller fehlt FC Bayern nun nach positivem Corona-Test

Die Finalvorbereitung hatte sich für Sechs-Titel-Trainer Hansi Flick kompliziert gestaltet. Nach der vorzeitigen Turnierabreise von Jérôme Boateng aus privaten Gründen musste er am Spieltag auch noch seinen Fixpunkt Müller ersetzen. Müllers Corona-Test fiel positiv aus. Der 31-Jährige wird den Bayern auch in den nächsten Ligaspielen fehlen.

Bayern München: Neuer - Pavard, Süle, Hernandez, Davies - Kimmich, Alaba - Gnabry (64. Tolisso), Sane (73. Musiala), Coman (73. Costa) - Lewandowski (73. Choupo-Moting). DPA

Trafen am Donnerstag beide ins Tor: Münchens Joshua Kimmich (l.) und Benjamin Pavard (r.) im Duell mit Andre-Pierre Gignac von UANL Tigres.

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