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Frankfurts Abwehrchef Martin Hinteregger muss verletzungsbedingt pausieren.

Ohne Hinteregger

Eintracht Frankfurt freut sich auf einen weiteren großen Fußball-Abend auf der europäischen Bühne. Gelingt ein Sieg gegen Antwerpen, stehen die Hessen bereits unter den letzten 16 Teams.

Einen Platz zum Überwintern in der Europa League hat Eintracht Frankfurt bereits sicher, nun soll auch der direkte Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht werden. Mit einem Erfolg gegen Royal Antwerpen an diesem Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) würde der hessische Fußball-Bundesligist vorzeitig den Gruppensieg klarmachen und damit nicht nur die Playoffs gegen einen Gruppendritten aus der Champions League im Februar kommenden Jahres überspringen, sondern auch weitere 2,3 Millionen Euro auf das durch die Corona-Krise geschrumpfte Vereinskonto scheffeln.

»Es ist das Spiel mit dem wenigsten Druck seit Wochen. Ich freue mich auf eine coole Europa-Party mit unseren Fans. Wir wollen vor heimischem Publikum den Sack zumachen und werden alles dafür tun, den Gruppensieg zu fixieren«, sagte Eintracht-Trainer Oliver Glasner am Mittwoch voller Vorfreude auf die Partie vor maximal 40 000 Zuschauern.

Sollte das Vorhaben gelingen, könnte dies auch positive Auswirkungen auf die Bundesliga haben. Der 47 Jahre alte Österreicher hätte dann zu Beginn des WM-Jahres 2022 wesentlich mehr Zeit, intensiv an der Weiterentwicklung der Mannschaft zu arbeiten. »Bei dem Rhythmus Donnerstag/Sonntag/Donnerstag bleibt wenig Zeit für ein großes inhaltliches Training«, sagte Glasner.

Anders als in Europa lief es in der Liga für die Hessen in der Startphase der Saison nicht rund. Die jüngsten Erfolge in Fürth und Freiburg haben aber zumindest die Hoffnung auf Besserung geweckt. »Die Spieler sind immer drangeblieben. Mit den Siegen bekommst du eine gewisse Leichtigkeit, die du vorher nicht hattest«, stellte Glasner fest.

Gegen Antwerpen erwartet er von seiner Mannschaft eine ähnlich überzeugende Vorstellung. »Es wird eine schwierige Aufgabe. Wir haben großen Respekt vor der Qualität des Gegners und brauchen die gleiche Konzentration und Konsequenz wie in den vergangenen Spielen«, mahnte der Eintracht-Trainer. Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Abwehrspieler Martin Hinteregger steht wegen einer Fußprellung nicht zur Verfügung. »Er fällt definitiv aus«, sagte Glasner. Somit dürfte wohl erneut Routinier Makoto Hasebe als Abwehrchef agieren. In den Kader zurückkehren wird nach längerer Verletzungspause Stürmer Gonçalo Paciência, der im Hinspiel in Antwerpen das 1:0-Siegtor erzielt hatte.

Sollte der Sprung ins Achtelfinale gelingen, wäre dies die Fortsetzung einer kleinen Erfolgsserie. Denn auch bei den vorherigen beiden Teilnahmen in den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 schafften es die Frankfurter mindestens unter die letzten 16 Teams. »Wir haben eine gute Ausgangsposition und wollen den Gruppensieg klarmachen. Wir sind heiß darauf«, sagte Kapitän Sebastian Rode. Nach den Last-Minute-Erfolgen in Antwerpen und Piräus, wo die Eintracht jeweils in der Nachspielzeit traf, hofft der Mittelfeldspieler auf einen weniger nervenaufreibenden Fußball-Abend.

Voraussichtliche Aufstellung: Eintracht Frankfurt: Trapp - Tuta, Hasebe, Ndicka - Chandler, Jakic, Sow, Kostic - Lindström, Kamada - Borré / Royal Antwerpen: Butez - Bataille, Almeida, De Laet, Vines - Alhassan Yussuf, Verstraete - Gerkens, Fischer, Benson - Frey / Schiedsrichter: Paul Tierney (England)

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