Nullnummer in Wolfsburg

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(dpa). Die Spieler von Bayer Leverkusen schleppten sich nach dem Schlusspfiff sichtbar unzufrieden in die Kabine. Im ersten Bundesliga-Spiel ohne ihren bisherigen Topstar Kai Havertz holten sie zwar am Sonntag ein 0:0 beim VfL Wolfsburg. Die Leistung und insbesondere die Harmlosigkeit in der arg geschwächten Offensive passten jedoch nicht zu den hohen Ansprüchen des Clubs. "Das war leider zu wenig" sagte Torhüter Lukas Hradecky. "Ich bin nicht unglücklich mit dem Punkt. Ich glaube es war leistungsgerecht, das Unentschieden", sagte Sven Bender. Man müsse sich daran gewöhnen, das nicht nur Havertz sondern auch der ebenfalls abgewanderte Kevin Volland fehlt. "Wir haben noch Luft nach oben, das werden wir zeigen und bald ganz sicher sehr viele Tore schießen", sagte Hradecky.

Die Wolfsburger dagegen trauerten ein wenig der verpassten Chance hinterher. "Über das ganze Spiel betrachtet ist das ein faires Resultat für beide Mannschaften", sagte Kapitän Koen Casteels. "Aber es hätte auch durchaus ein Sieg für uns drin sein können." Renato Steffen stellte fest: "Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir als Sieger vom Platz gehen können."

Das Spiel in Wolfsburg zeigte auf, welche Lücke Havertz im Leverkusener Spiel hinterlassen hat - und wie Trainer Peter Bosz sie langfristig zu schließen gedenkt. Der Niederländer vertraut im Mittelfeld dem erst 17-Jährigen Florian Wirtz, der seit Anfang Juni der jüngste Torschütze der Bundesliga-Geschichte ist und der in der 25. Minute nach einem Doppelpass mit Moussa Diaby auch die erste Chance der Partie hatte.

Da die bundesweit einheitlichen Regeln zur Fan-Rückkehr in die Stadien in Niedersachsen erst mit einer Woche Verspätung gelten, saßen gegen Leverkusen nur 500 Zuschauer in der Volkswagen Arena. Sie sahen in der zweiten Halbzeit zwar erneut eine optisch überlegene Bayer-Elf. Doch bissiger waren die "Wölfe", auch wenn es am Ende nicht zum Sieg reichte.

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