Sieger im Kopfballduell ist in dieser Szene Hoffenheims Sebastian Rudy (r.) gegen El Fardou Ben Nabouhane.	FOTO: DPA
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Sieger im Kopfballduell ist in dieser Szene Hoffenheims Sebastian Rudy (r.) gegen El Fardou Ben Nabouhane. FOTO: DPA

Mit Nullnummer zum Gruppensieg

(sid). Unter der dicken Bommelmütze kam schnell das breite Grinsen von Sebastian Hoeneß zum Vorschein. Der Grund für die gute Laune beim Trainer der TSG Hoffenheim war allerdings nicht das eher freudlose 0:0 in der Europa League beim serbischen Rekordmeister Roter Stern Belgrad. Es war die vorzeitig zu Ende gebrachte Vorrunden-Mission, die Hoeneß strahlen ließ.

Schließlich reichte dem Fußball-Bundesligisten der Punkt am vorletzten Vorrundenspieltag, um den Sieg in der Gruppe L einzutüten. Da störte es die Hoffenheimer auch nicht weiter, dass nach vier Siegen in den vier Spielen zuvor diesmal »nur« ein Unentschieden herausgesprungen war. »Das ist etwas Historisches«, sagte TSG-Kapitän und Torhüter Oliver Baumann: »Wir sind alle froh, dass wir es geschafft haben.« Durch das Remis in Belgrad haben sich die Kraichgauer schon vor der letzten Vorrundenpartie am kommenden Donnerstag gegen KAA Gent die Prämie in Höhe von einer Million Euro für den Gruppenersten gesichert. Ihren ersten Einzug in die K.-o.-Runde eines Europacup-Wettbewerbs hatten die Hoffenheimer bereits vor dem Spiel beim Tabellenzweiten geschafft.

Um den Corona-Gefahren so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen, war der TSG-Tross wie schon in der vergangenen Woche rund um das Spiel bei Slovan Liberec (2:0) zu einem Tagestrip nach Serbien aufgebrochen. Vormittags ging es mit dem Charter-Flieger hin, direkt nach der Partie zurück.

Beim Geisterspiel in Belgrad erwischten die Gäste einen guten Start. Der Mannschaft war nicht anzumerken, dass Hoeneß personell kräftig rotiert hatte. Obwohl Kapitän Benjamin Hübner, Pavel Kaderabek, Ermin Bicakcic und Konstantinos Stafylidis fehlten, saßen zahlreiche Stammkräfte wie Andrej Kramaric auf der Bank. Mitte der ersten Hälfte hatte die TSG alles im Griff, Torchancen konnten sich die Kraichgauer allerdings kaum erarbeiten. Vom Spitzenreiter der serbischen Liga war in der Offensive gar nichts zu sehen.

Belgrad: Borjan - Gajic, Pankov, Milunovic, Degenek - Petrovic, Sanogo, Kanga (80. Nikolic) - Ben Nabouhane (80. Erakovic), Spiridonovic (46. Vukanovic) - Falcinelli (89. Boakye).

Hoffenheim: Baumann - Bogarde, Vogt, Nordtveit - Skov (89. Sessegnon), Geiger (58. Grillitsch), Rudy (72. Adams), John - Gacinovic (72. Baumgartner), Klauss, Dabbur (46. Kramaric).

Im Stenogramm: SR: Madden (Schottland). - Beste Spieler: Borjan, Pankov - Vogt, Bogarde. - Gelbe Karte: Vogt (2).

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