Noch von Bestform entfernt

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(sid/dpa). Nach der 18. Niederlage im 18. Duell mit dem übermächtigen Weltmeister und Olympiasieger ärgerte sich Dimitrij Ovtcharov über sich selbst. "Ich bin schon etwas traurig, denn ich habe es gegen Ma Long leider nicht geschafft, auch nur ansatzweise mein bestes Tischtennis zu spielen", sagte Ovtcharov nach seinem Viertelfinal-Aus (1:4) beim Weltcup in Weihai.

Dass der dreimalige Einzel-Weltmeister und Rio-Olympiasieger Ma Long schlagbar ist, bewies am Sonntag dessen Landsmann Fan Zhendong. Der Weltranglistenerste verteidigte im chinesischen Finale seinen Titel mit 4:3. Ovtcharov (32) konnte nach der Corona-Pause auf diesem Niveau nicht mithalten. Die Chinesen bildeten allerdings selbst während der coronabedingten Turnierpause eine Trainingsgruppe mit 24 Spielern und zwölf Trainern, in der jeder Topspieler jeden Tag auf höchstem Niveau gefordert wurde.

"Nach der langen Zeit ohne internationale Vergleiche" fehle ihm "einfach noch der Touch", ergänzte der frühere Weltranglistenerste vom russischen Spitzenklub Fakel Orenburg. Er sei sich sicher, "deutlich besser spielen" zu können. Schon bei den Grand Finals in Zhengzhou in der kommenden Woche hofft Ovtcharov auf eine Leistungssteigerung. Dort tritt auch Patrick Franziska (Saarbrücken) an. Der 28-Jährige unterlag in Weihai im Achtelfinale dem neun Jahre jüngeren Lin Yun-Ju aus Taiwan 2:4. "Die Jungs sind auf einem guten Weg, und der World Cup war nach der langen Pause ein wichtiges Turnier für uns. Leider haben beide Spieler auch eine sehr schwere Auslosung erwischt", sagte Bundestrainer Jörg Roßkopf.

Rekordeuropameister Timo Boll (Düsseldorf) hatte auf den Trip nach China verzichtet. Bei den Frauen hatte Nationalspielerin Han Ying am Dienstag als Vierte eine Medaille knapp verpasst.

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