Fabian Hambüchen

»Niemand applaudiert - das ist traurig«

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(dpa). Fabian Hambüchen bedauert, dass bei den Olympischen Spielen in Tokio wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer dabei sind. Die Maßnahme kann der Turn-Olympiasieger aber nachvollziehen. »Nach der Übung, wenn du eine großartige Leistung gebracht hast und niemand applaudiert - das ist schon ein bisschen traurig«, sagte der 33-Jährige am Dienstag.

Für einige Turnerinnen und Turner, die keine Chance auf eine Medaille oder auf eine Finalteilnahme haben, seien Olympische Spiele normalerweise eine große Erfahrung. »Sie lieben die großartige Atmosphäre.« Für sie sei es wirklich schade, dass niemand da sei.

Der Zuschauer-Ausschluss sei aber »die richtige Entscheidung«, sagte er. »Wir können dabei natürlich auch darüber sprechen, warum es möglich ist, bei der Fußball-Europameisterschaft 60 000 Zuschauer in England zu haben, und warum wir keine Zuschauer in Tokio haben können«, fügte der einstige Reck-Spezialist hinzu. Aber das sei eine riesige Diskussion, »über die wir nicht reden sollten«. Das Wichtigste für Tokio sei, »so gesund zu bleiben wie möglich«.

Aus dem deutschen Turn-Team traut Hambüchen am ehesten dem EM-Zweiten Lukas Dauser aus Unterhaching am Barren und Elisabeth Seitz aus Stuttgart am Stufenbarren Medaillen zu. »Beide haben Chancen auf die Finals«, sagte er. »Und wenn du im Finale bist, ist alles möglich.«

Bei die Herren- und für die Damen-Riege werde es hingegen schwer, die Finale zu erreichen. Die Turn-Wettkämpfe beginnen am Samstag.

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