Der Brasilianer Neymar steuert drei Treffer zum 4:2-Erfolg gegen Peru bei und hat nun in der ewigen Torschützenliste seines Landes mehr Treffer als der frühere Superstar Ronaldo. AFP
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Der Brasilianer Neymar steuert drei Treffer zum 4:2-Erfolg gegen Peru bei und hat nun in der ewigen Torschützenliste seines Landes mehr Treffer als der frühere Superstar Ronaldo. AFP

Neymar jagt Peles Torrekord

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(sid). Mit einem Dreierpack hat Superstar Neymar der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft den zweiten Sieg in der WM-Qualifikation beschert. Beim 4:2 (1:1) machte sich der Profi von Paris St. Germain mit nun 64 Treffern für die Selecao auf die Jagd nach Rekordhalter Pele (77). Nach zwei Spieltagen in den südamerikanischen Eliminatorias weist neben dem fünfmaligen Weltmeister nur noch Argentinien dank eines 2:1 (1:1) in Bolivien eine weiße Weste auf.

"Er ist Pfeil und Bogen, gibt Vorlagen und sucht den Abschluss", lobte Nationaltrainer Tite seinen Schützling nach dessen Gala im 103. Länderspiel. Dabei hatten Andre Carrillo (6.) und Renato Tapia (59.) Peru in der Neuauflage des letztjährigen Copa-America-Finales zweimal in Führung gebracht.

Mit seinem Elfmetertor in der 28. Minute zog Neymar erst in der ewigen Torschützenliste der Brasilianer mit Ronaldo (62 Tore/98 Spiele) gleich, zeigte beim Jubel als Huldigung mit den Fingern die Rückennummer 9 seines Vorbilds. Nach Richarlisons Ausgleich (65.) verkürzte der PSG-Stürmer erneut per Strafstoß (83.) sowie nach einem Konter (90.+3) seinen Rückstand auf die brasilianische Legende Pele (77/92) weiter.

Auch Weltfußballer Lionel Messi jubelte trotz eigener "Nullnummer" und schrieb nach Argentiniens erstem Sieg (2:1) seit 15 Jahren im 3640 Meter hoch gelegenen La Paz (Bolivien) auf dem sozialen Netzwerk Instagram: "Großartiger Triumph in der Höhe." Wie der 33 Jahre alte Kapitän bekam auch der Leverkusener Exequiel Palacios vom heimischen Sportblatt "Ole" die beste Note in der Mannschaft.

Die Tore für die Argentinier, die schon zum Auftakt Ecuador nur knapp mit 1:0 besiegt hatten, markierten die beiden Italien-Legionäre Lautaro Martinez (45.) und Joaquin Correa (79.). Für das weiter sieglose Anden-Team traf Marcelo Moreno (24.), der 2009 beim SV Werder Bremen ein Kurzgastspiel gegeben hatte.

Messi geriet bei der Partie offenbar mit einem bolivianischen Betreuer aneinander. Wie mehrere Medien berichten, kam es zum Disput mit Physiotherapeut Lucas Nava. "Was ist dein Problem, Glatzkopf?", soll Messi in Navas Richtung gefaucht haben. Auch kurze Zeit später war der Ärger noch nicht verraucht. "Du hast das ganze Spiel hindurch geschrien, du Idiot", setzte Messi seine Schimpftirade fort: "Warum machst du Ärger? Von der Bank schreist du nur rum."

Nava verteidigte sich später und sagte, er habe "nur versucht, die anderen zu trennen, damit niemand eine Rote Karte bekommt", wird Nava von "Ole" zitiert. Er respektiere Messi "wie jeden argentinischen Spieler und wie jeden Menschen auf dieser Erde".

Wie schon zuvor in Uruguay (1:2) kostete ein Last-Minute-Gegentreffer Chile wichtige WM-Quali-Punkte beim 2:2 (2:1)-Remis gegen Kolumbien. Nachdem die Altstars Arturo Vidal und Alexis Sanchez die frühe Gästeführung noch vor der Pause gedreht hatten, schlug Oldie Radamel Falcao in der Nachspielzeit unbarmherzig zu.

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