Leistungsträger bei den Bayern sind Torhüter Manuel Neuer (r.) und Stürmer Robert Lewandowski. FOTO: AFP
+
Leistungsträger bei den Bayern sind Torhüter Manuel Neuer (r.) und Stürmer Robert Lewandowski. FOTO: AFP

Neuer gegen das 400-Millionen-Duo

  • vonDPA
    schließen

Tor: Paris: Die Nummer 1 heißt Keylor Navas und gewann die Königsklasse dreimal nacheinander mit Real Madrid. Allerdings verletzte sich der 33-Jährige im Viertelfinale und droht auch gegen die Bayern auszufallen. Immerhin: Sein Vertreter, der Spanier Sergio Rico (26), spielte im Halbfinale gegen Leipzig zu null.

Bayern: Manuel Neuer (34) ist einer der ganz großen Bayern-Trümpfe. Champions-League-Sieger 2013, Weltmeister 2014, endspielerprobt und ein kolossaler Rückhalt.

Abwehr: Paris: Beide Außenverteidiger haben in der Bundesliga gespielt. Thilo Kehrer (rechts) wurde bei Schalke 04 ausgebildet, Juan Bernat bekam nach vier Jahren beim FC Bayern von Uli Hoeneß verbal nachgeworfen, er habe in der Champions League einen "Scheißdreck" gespielt. Kapitän Thiago Silva (35) geht in sein letztes Spiel als Abwehrchef. Neben ihm verteidigt der robuste, aber auch fehlerhafte Presnel Kimpembe.

Bayern: Hansi Flick hat aus der Not heraus eine Abwehrreihe geschaffen, die Erstaunliches leistet. David Alaba verteidigt nicht mehr links, sondern als Chef im Zentrum. Daneben ist Jérôme Boateng wieder stark und wichtig geworden. Wenn wie gegen Lyon die Muskeln streiken, muss der vom Kreuzbandriss genesene Niklas Süle rein. Links hinten ist Alphonso Davies die Entdeckung der Saison: Weltklassesolo gegen Barcelona, wackelig gegen Lyon. Rechts musste Joshua Kimmich aushelfen. Aber Benjamin Pavard kam gegen Lyon nach Verletzung schon kurz zurück.

Mittelfeld: Paris: Die Schwachstelle des französischen Meisters? Trainer Thomas Tuchel zieht in wichtigen Spielen den gelernten Verteidiger Marquinhos vor, um sein Team zu stabilisieren. Dessen wichtigster Nebenmann, Marco Verratti, ist nicht richtig fit. Von allen anderen Kandidaten wie dem Spanier Herrera, dem Argentinier Paredes oder dem Senegalesen Gueye verkörpert kein Akteur eine gehobene internationale Klasse. Julian Draxler ist in Tuchels 4-3-3-System keine Startelfoption.

Bayern: Im Maschinenraum zwischen Abwehr und Angriff sind die Münchner top. Weil Kimmich nach rechts hinten ausweichen musste, bilden der inzwischen auch grätschende Edeltechniker Thiago und der dynamische Leon Goretzka die Doppel-Sechs. Gut möglich ist aber auch, dass Pavard hinten rechts beginnt und Kimmich für Thiago auf die Sechs rückt.

Angriff: Paris: Die Superstars Neymar und Mbappé kosteten den Club zusammen rund 400 Millionen Euro an Ablösesummen. Beide Angreifer drehten beim Finalturnier auf und schuften inzwischen auch für ihre Teamkollegen. Der "dritte Mann" ist der Argentinier di Maria, der unter Tuchel zu der Form fand, mit der er schon bei Real Madrid die Königsklasse gewann.

Bayern: Die Münchner Offensivabteilung kostete weniger Geld, aber sie produziert Tore am Fließband: 42 in zehn Königsklassenpartien. Robert Lewandowski traf 15-mal, Lyon-Bezwinger Serge Gnabry neunmal. Thomas Müller ist unter Flick wieder wichtig, der Ur-bayer steht vor seinem vierten CL-Finale. Der robuste Ivan Perisic verlor mit Kroatien 2018 das WM-Finale gegen Frankreich. Kingsley Coman und Philippe Coutinho waren bislang Flicks Edeljoker. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare