Nebel und Niederschlag

(sid). Andreas Sander stand im Starthaus und blickte skeptisch hinaus. Der Nebel wollte sich nicht verziehen, doch weil es zusätzlich stark schneite am Zwölferkogel in Saalbach, wies der WM-Zweite die Rutschkommandos an, die Piste anständig freizuräumen. Sander hätte sich seinen Einsatz freilich sparen können: Die erste von zwei Weltcup-Abfahrten im WM-Ort von 2025 wurde nach neun Startern wegen der Witterungsbedingungen erst unter- und später abgebrochen - der Westfale hätte als Elfter starten sollen.

Zum Zeitpunkt der Absage führte Dominik Paris aus Südtirol vor Weltmeister Vincent Kriechmayr und Olympiasieger Matthias Mayer (beide Österreich). Doch schon da war klar, dass die Bedingungen kein faires Rennen mehr zulassen würden: Der Schweizer Beat Feuz, der kurz nach dem Führungstrio als Siebter auf die Strecke ging, hatte bedingt durch den Niederschlag und die feuchte Strecke gewaltigen Rückstand. Zwei Läufer später entschied sich die Jury zur Unterbrechung, 70 Minuten später dann zum Abbruch.

»Es war schwierig. Es wurde richtig klebrig auf der Piste. Es hat sich so angefühlt, dass gar nichts weitergeht«, sagte Feuz, der zuvor mit 1,03 Sekunden auf Paris ins Ziel gekommen war. Doch schon zuvor hatte der Schnee vor allem im mittleren Abschnitt die Fahrer stark gebremst, auch den Führenden. »Im Gleitteil war es von der Geschwindigkeit eine Katastrophe«, sagte Paris und betonte: »Da hat es so gepickt«, also geklebt.

Die Abfahrt am Freitag hatte schon zuvor unter keinem guten Stern gestanden. Das Rennen war zunächst für Wengen geplant gewesen, wurde wegen der Pandemie ebenso abgesagt wie kurz darauf am Ersatzort Kitzbühel. Die für Samstag (11 Uhr/ZDF) geplante zweite Abfahrt in Saalbach, die zunächst im norwegischen Kvitfjell hätte stattfinden sollen, scheint aber gesichert.

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